Führerschein - Begleitetes Fahren ab 17 Jahren beantragen

Hinweis

Wenn Sie die Fahrerlaubnisbehörde besuchen möchten, können Sie online Ihren persönlichen Termin vereinbaren. Die Terminvergabe ist nur für einen Monat im Voraus möglich.

Möchten Sie schon vor dem 18. Geburtstag den Führerschein machen? Dann können Sie am "Begleiteten Fahren ab 17" teilnehmen.

Sie können die Fahrschulausbildung ein Jahr eher beginnen und erhalten nach erfolgreicher Fahrprüfung die Erlaubnis für die Klassen B und BE (PKW). Sie dürfen nur in Begleitung einer namentlich benannten Person Auto fahren. Die Begleitperson muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sie soll den Jugendlichen vor Antritt und während der Fahrt Sicherheit beim Fahren geben und ihnen zur Seite stehen.

Voraussetzungen

Sie

  • müssen mindestens 16,5 Jahre alt sein,
  • benötigen die Zustimmung der Erziehungsberechtigten und
  • dürfen bis zum 18. Geburtstag nur gemeinsam mit einer in der Prüfungsbescheinigung eingetragenen Begleitperson fahren.

Die Begleitperson

  • muss namentlich benannt sein,
  • muss über 30 Jahre alt sein,
  • muss seit mindestens fünf Jahren im Besitz einer gültigen EU/EWR- oder schweizerischen Fahrerlaubnis der Klasse B (Pkw) sein und
  • darf zum Zeitpunkt der Beantragung der Prüfungsbescheinigung mit nicht mehr als einem Punkt im Fahreignungsregister belastet sein.

Hinweis: Für die Begleitperson gilt die 0,5-Promille-Regelung sowie das Verbot berauschender Mittel.

Verfahrensablauf

Der Antrag muss bei der für Führerscheinstelle Ihres Wohnortes schriftlich oder, soweit dies von der zuständigen Behörde angeboten wird, als Online-Antrag gestellt werden. Bei einer schriftlichen Antragstellung erhalten Sie das Antragsformular bei der Führerscheinstelle. Dort können Sie auch den schriftlichen Antrag inklusive der erforderlichen Nachweise und Unterlagen einreichen. Das Antragsformular erhalten Sie vor Ort oder steht Ihnen, je nach Angebot, auch zum Download zur Verfügung. Neben dem Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnissind auch Angaben zur Teilnahme am begleiteten Fahren mit 17 erforderlich (Antrag auf die Teilnahme am begleiteten Fahren mit 17 sowie Angaben zu den Begleitpersonen)

Für den Online-Antrag nutzen Sie bitte den Link auf dieser Seite. Die erforderlichen Nachweise und Unterlagen können Sie im Rahmen des Online-Antrages als Dateianhang hochladen.

Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie eine Prüfungsbescheinigung. Diese ist der Nachweis Ihrer Fahrberechtigung. Sie gilt nur im Inland. Nach Ihrem 18. Geburtstag können Sie die Prüfungsbescheinigung bei der zuständigen Stelle in einen Kartenführerschein umtauschen.

Hinweis

Der entsprechende Antrag muss aus Gründen des Identitätsabgleichs persönlich beim Fachgebiet Straßenverkehr gestellt werden.

Fristen

  • für das Ablegen der Prüfungen:
    • Theoretische Prüfung: frühestens drei Monate vor Ihrem 17. Geburtstag
    • Praktische Prüfung: frühestens einen Monat vor Ihrem 17. Geburtstag
  • für den Umtausch der Prüfbescheinigung in einen Kartenführerschein:
    • innerhalb von drei Monaten nach Ihrem 18. Geburtstag

Erforderliche Unterlagen

  • Personalausweis oder Reisepass
  • ein biometrisches Passfoto (nicht älter als ein Jahr)
  • Sehtestbescheinigung (nicht älter als zwei Jahre)
  • Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe

Zusätzlich:

  • Anlage zum „Antrag auf Teilnahme ab Begleiteten Fahren ab 17“ – von beiden Erziehungsberechtigten Unterschrieben
  • Für jede Begleitperson „Beiblatt für Begleitpersonen“
  • Kopien Führerscheine jeder Begleitperson
  • Kopien Ausweisdokumente jeder Begleitperson

Kosten

  • Ersterteilung einer Fahrerlaubnis mit Ausfertigung eines Führerscheines: 44,70 EUR
  • Prüfbescheinigung: 8,70 EUR
  • Überprüfung und Bearbeitung pro Begleiterperson: 11 EUR

Hinweis

Auskünfte zur Ausbildung und zum Prüfungsablauf erhalten Sie bei Ihrer Fahrschule.

Verstoß gegen die Begleitauflage

Bei einem Verstoß gegen die Begleitauflage wird die Fahrerlaubnis widerrufen. Die Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis ist nur nach Teilnahme an einem Aufbauseminar möglich. Je nach den Umständen des Einzelfalls kann zusätzlich eine medizinisch-psychologische Untersuchung erforderlich sein.