Die Schillerbrücke im Winter.

Informationen zur Sanierung der Schillerbrücke

Baden-Baden. Ab Montag, 29. Januar, sind die Bauarbeiten zur Sanierung der Schillerbrücke gestartet. Seit diesem Zeitpunkt ist die Brücke für voraussichtlich sechs Monate voll gesperrt, um einen Ersatzneubau herzustellen.

Bedeutung für den Verkehr

Erster Bürgermeister Uhlig betont dabei die Wichtigkeit eines Neubaus der Schillerbrücke, trotz nötiger Sperrung und Umleitung des Verkehrs: „Die Brücke ist einem sehr schlechten Zustand. Sie muss saniert werden, denn sie ist sehr wichtig für den Verkehr in unserer Stadt.“ Die Schillerbrücke führt die Fremersbergstraße im Bereich der Querung der Lichtentaler Allee über die Oos und verbindet so das Rebland, die westliche Innenstadt, den Südwestrundfunk sowie mehrere Kurkliniken mit der Kernstadt und dem Michaelstunnel. An Schultagen fahren täglich rund 130 Busse über die Brücke.

Der Individualverkehr wird während der Bauarbeiten über den Michaelstunnel und die Umleitungsstrecke U1 über die Fremersbergstraße, Katzensteinstraße und Waldseestraße umgeleitet. Für die Buslinien ins Rebland wird es eine örtliche, kleinräumige Umleitung geben. Diese führt über die Maria-Viktoria-Straße und die Kettenbrücke zur Lichtentaler Allee.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Baumaßnahme:

Warum wird die Schillerbrücke neu gebaut?

Die Schillerbrücke ist in einem sehr schlechten Zustand. Aufgrund der großen Defizite am Bauwerk ist eine Sanierung nicht möglich. Die Brücke muss komplett neu gebaut werden.

Wie lange dauern die Arbeiten?

Die Erneuerung der Schillerbücke ist mit einer Bauzeit von zirka sechs Monaten veranschlagt. Bis Ende Juli oder Anfang August sollen die Arbeiten fertiggestellt sein. Die Vorbereitungen haben bereits vor Weihnachten begonnen.

Warum ist eine Vollsperrung notwendig?

Im Vorfeld wurde eine Sanierung der Brücke unter halbseitiger Sperrung geprüft. Aufgrund der großen Defizite am Bauwerk ist dies nicht möglich und ein kompletter Ersatzneubau notwendig.

Wie laufen die Arbeiten ab?

Im Vorfeld wurden verschiedene Bauverfahren untersucht. Beim Verfahren, das nun zur Anwendung kommt, wird die Brücke vor Ort neu gebaut. Der vorhandene Überbau wird dabei in transportfähige Abschnitte gesägt und abgefahren. Die Auflagerbänke und der neue Überbau mithilfe von Pressen über dem eigentlichen Bestimmungsort betoniert. Nach Erhärtung des Überbaus wird dieser sukzessive abgelassen und die Versorgungsleitungen eingebunden. Im Anschluss die Straßenanschlüsse asphaltiert und Geländer und die denkmalgeschützten Beleuchtungseinrichtungen installiert.

Wie wird der Verkehr umgeleitet?

Im Vorfeld der Maßnahme wurden sich sehr viele Gedanken über die Verkehrsführung gemacht. Die derzeit geltende Verkehrsführung wurde unter Beteiligung mehrere städtischer Abteilungen erarbeitet. Dabei galt es die Interessen aller Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen. Neben dem motorisierten Individualverkehr spielen auch der öffentliche Nahverkehr sowie der Fuß- und Radverkehr eine wichtige Rolle.

Die Bertholdstraße und die Fremersbergstraße sind im Bereich der Schillerbrücke eine Landesstraße mit einer entsprechend hohen Verkehrsbelastung. Die Umleitungsstrecke muss daher geeignet sein, den Verkehr leistungsfähig und sicher aufnehmen zu können.

Aus diesem Grund wird der Individualverkehr während der Bauarbeiten über den Michaelstunnel und die Umleitungsstrecke U1 über die Fremersbergstraße, Katzensteinstraße und Waldseestraße umgeleitet. Über diese Umleitung können alle Ziele im Stadtgebiet aus beiden Richtungen erreicht werden. Die aktuelle Umleitung funktioniert und ist auch in Bezug auf die Wegstrecke für eine Baumaßnahme dieser Größenordnung zumutbar.

Was ist mit dem Busverkehr?

Für den ÖPNV wird es eine örtliche, kleinräumige Umleitung geben. Diese führt über die Maria-Viktoria-Straße und die Kettenbrücke zur Lichtentaler Allee. Die Busse der Linien 208, 214, 216 und X44 zwischen den Haltestellen „Bertholdplatz“ und „Lichtentaler Allee/Museen“ in beiden Fahrtrichtungen über die Maria-Viktoria-Straße, Lichtentaler Allee und Falkenstraße (nur stadteinwärts) umgeleitet.

Hierzu wird stadtauswärts die Haltestelle „Lichtentaler Allee/Museen“ um zirka 40 Meter Richtung Tennisplätze in die Lichtentaler Allee verlegt. Stadteinwärts befindet sich die Ersatzhaltestelle „Lichtentaler Allee/Museen“ in der Fremersbergstraße, in Höhe des Stadtmuseums. Die Haltestellen „Gausplatz“ und „Robert-Koch-Straße“ werden alternativ zum Bertholdplatz verlegt. Weitere Fahrplanauskünfte finden sich unter www.kvv.de.

Was ist mit dem Rad- und Fußverkehr?

Der Fuß- und Radverkehr kann über die benachbarten Brücken erfolgen.

Warum wird die Lichtentaler Allee nicht für den Verkehr geöffnet?

Im Vorfeld der Maßnahme wurden sich sehr viele Gedanken über die Verkehrsführung gemacht. Die derzeit geltende Verkehrsführung wurde unter Beteiligung mehrerer städtischer Abteilungen erarbeitet. Dabei galt es, die Interessen aller Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen. Neben dem motorisierten Individualverkehr spielen auch der öffentliche Nahverkehr sowie der Fuß- und Radverkehr eine wichtige Rolle.

Die Bertholdstraße und die Fremersbergstraße sind im Bereich der Schillerbrücke eine Landesstraße mit einer entsprechend hohen Verkehrsbelastung. Die Umleitungsstrecke muss daher geeignet sein, den Verkehr leistungsfähig und sicher aufnehmen zu können. Weder die in Richtung Hirtenhäuschen als Kurve verlaufende Maria-Viktoria-Straße noch die Falkenstraße oder die kurörtliche Lichtentaler Allee sind dazu geeignet. Der gesamte Bereich wäre überlastet und die Situation nicht mehr verkehrssicher.

Sehr viele Menschen, darunter auch Schülerinnen und Schüler, sind auf einen funktionierenden Nahverkehr angewiesen. Eine Überlastung der Lichtentaler Allee würde dazu führen, dass der Busverkehr ins Stocken gerät. Darüber hinaus nutzen täglich sehr viele Menschen, darunter auch Schülerinnen und Schüler, die Allee, um mit dem Rad in die Stadt zu gelangen. Auch deshalb ist die Verkehrssicherheit in diesem Bereich zu gewährleisten 

In den kommenden Wochen ist zudem davon auszugehen, dass der Fuß- und Radverkehr weiter zunehmen wird. Dies würde diese Situation dort noch weiter verschärfen. Die aktuelle Umleitung funktioniert und ist auch in Bezug auf die Wegstrecke für eine Baumaßnahme dieser Größenordnung zumutbar.

Wie hoch sind die Kosten?

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betragen voraussichtlich rund 1,7 Millionen Euro. Es wurde eine Förderung in Höhe von 547.000 Euro bewilligt.

Was ist, wenn der Tunnel gesperrt ist?

Im Falle einer außerplanmäßigen Tunnelsperrung (z. B. Unfall) wird der Verkehr großräumig mit einer „alternativen“ U1 über Waldseestraße – Entenstall – Varnhalt – Neuweier – Zimmerplatz – B500 – Geroldsau – Lichtental umgeleitet. Eine entsprechende Beschilderung wird über die komplette Bauzeit vorgehalten und nur bei Bedarf aktiviert.

Die für den ÖPNV zur Verfügung stehende Umleitungsstrecke über die Maria-Viktoria-Straße und die Kettenbrücke zur Lichtentaler Allee darf im Falle einer Sperrung ebenfalls vom Individualverkehr genutzt werden. Die Stadtverwaltung appelliert allerdings an die Bevölkerung, diese Strecke nach Möglichkeit nicht zu nutzen. Es wird während der Baumaßnahme Schillerbrücke keine geplante Sperrung des Michaelstunnels geben.

Warum wird die Brücke ausgerechnet jetzt neu gebaut?

Die Schillerbrücke ist in einem sehr schlechten Zustand. Wegen der extrem wichtigen Verkehrsbedeutung der Brücke ist es nicht möglich, den Neubau der Brücke weiter hinauszuzögern. Im Umfeld der Brücke erfolgt die Sanierung des Brenners Park Hotels. Zudem laufen noch Arbeiten in der Maria-Viktoria-Straße im Sanierungsgebiet Südliche Neustadt. Die Koordination der Baustellen erfolgt in enger Abstimmung.