Aktuelle Veranstaltungen

Blick auf ein Smartphone auf dem der neue Veranstaltungskalender geöffnet ist.

200 Jahre Fedor Dostoevskij

Ein Plakat der Russischen Kulturtage. Es zeigt eine Abbildung von Fedor Dostoevskij.Bild vergrößern

Fedor Dostoevskij war einer der ganz Großen der Weltliteratur. Mit Baden-Baden war er eng verbunden, wie viele weitere russische Schriftsteller, die über oft lange Zeitspannen hinweg in unserer Stadt leben und arbeiteten und damit in den traditionellen russisch-deutschen Beziehungen eine große Rolle spielten.

Der Aufenthalt in Baden-Baden war für Dostoevskij mit eigenen, schmerzlichen Erfahrungen verknüpft: Er besuchte Baden-Baden mit seiner jungen Ehefrau für mehrere Wochen auf seiner Hochzeitsreise, konnte aber den Aufenthalt leider nicht so genießen, wie wir das heute unseren Gästen wünschen: Seine Spielleidenschaft trieb ihn zeitweise bis an den Rand der Verzweiflung, ließ ihn jedoch auch in ausgesprochen schöpferische Schaffensphasen eintauchen. So bekam er zum Beispiel Anregungen für seinen eindrucksvollen Text "Der Spieler".

Bei den kommenden trilateralen russischen Kulturtagen zum 200. Geburtstag von Dostoevskij werden in den drei Städten Freiburg, Basel und Baden-Baden viele abwechslungsreiche Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen, Filme oder Theaterstücke stattfinden. 

Theater Baden-Baden: „Verbrechen und Strafe“

Theaterfassung von Gernot Plass nach dem Roman von Fedor Dostoevskij,

Erzählt wird der Mord an einer alten Pfandleiherin und ihrer Schwester im stickigen St. Petersburg Mitte des 19. Jahrhunderts. Täter: der Student Rodion Raskolnikov, der kein Geld, aber hochfliegende Pläne und elitäre Theorien hat. Tatort: ein verwinkeltes Mietshaus. Dem Täter auf der Spur: ein instinktsicherer Staatsanwalt – und der Täter sich selbst. Denn Raskol‘nikov ist nicht geboren, die Skrupel nach der Tat auszuhalten.

Vorstellungen: 20., 25. und 26. November sowie 29. Dezember.2021 jeweils um 20 Uhr

Tickets im Theater: 20 bis 31 Euro

www.theater-baden-baden.de
Ticketservice: 07221 275233

Theater Baden-Baden: Die Dostoevskij-Nacht – Auf den Spuren des berühmten Spielers

Nicht eine ganze Nacht, aber für zwei Stunden folgen wir Fedor Dostoevskij durch das abendliche Baden-Baden. Nach einer außergewöhnlichen Lesung im Theaterrestaurant Berlioz begleiten wir den berühmten Spieler ins Casino Baden-Baden. Die Romane „Sommer in Baden-Baden“ von Leonard Zypkin (1980) und „Der Spieler“ von Fedor Dostoevskij (1867) und die Tagebücher von Dostoevskijs Ehefrau Anna Snitkina sind die literarischen Quellen des Abends. Bitte beachten Sie bei der Wahl Ihrer Kleidung, dass der Weg für einige Minuten durchs Freie führt, und dass für Herren im Casino ein Sakko verpflichtend ist. Für die Veranstaltung gilt 2G (Nachweis erforderlich).

Mindestalter für das Casino 21 Jahre, Ausweis ist vorzulegen.

Konzept und Inszenierung: Nicola May

mit Anne Lessmeister, Stefan Roschy und Max Ruhbaum.

Termine: 23. und 24. November sowie 01., 06., 07. und 08. Dezember 2021 jeweils um 20 Uhr, Theaterrestaurant Berlioz/Casino

Tickets: 25 Euro

www.theater-baden-baden.de
Ticketservice: 07221 275233

Stadtbibliothek / Muße-Literaturmuseum Baden-Baden: Installation „Dostoevskij.FrauenBilder“

Die Installation thematisiert in besonderer Weise die Frauenfiguren und Weiblichkeitsentwürfe in Dostoevkskijs Leben und Werk. In der Film-Installation „Polyphonie. Frauen und Dostoevskij kommen russische Frauen von heute zu Wort, umrahmt von Impressionen aus jener Stadt, die für Dostoevskij und seine Werke so wichtig war: St. Petersburg.

Eröffnung am 3. Dezember 2021 um 17 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Dr. Elisabeth Cheauré (Universität Freiburg): „Seelische Abgründe, rettende Weiblichkeit, nationale Identität“

Die Installation ist bis zum 31. Januar 2022 zu sehen.

Vortrag am 30.11.2021 zu „Der Spieler“, Casino Baden-Baden, Frau Dr. Regine Nohejl, Universität Freiburg

Der Vortrag stellt nicht nur den Roman „Der Spieler“ in den Mittelpunkt, sondern beleuchtet in erweitertem Rahmen Dostoevskij als Spielernatur. Welche Rolle das Glücksspiel für Ihn in der Auseinandersetzung zwischen Russland und Westeuropa einnimmt ist dabei von zentraler Bedeutung.

Im Rahmen des Vortrags wird der vom Zwetajewa-Zentrum produzierte Kurzfilm über Anna Grigor‘evna, „Verzweiflung einer Ehefrau“, gezeigt. Der Film thematisiert die schwierigen Anfänge der zweiten Ehe Dostoevskijs. Im Zentrum stehen die Sommerwochen des jungen Ehepaars 1867 in Baden-Baden, die von der Spielsucht Michajlovičs überschattet waren.

Gefördert durch die Arbeitsstelle für Literarische Museen, Gesellschaften und Gedenkstätten (ALIM).

Termin: Dienstag, 30. November, 20 Uhr

Tickets: 15 Euro

Ticketservice: 07221 275233,

Es gelten die Einlassbestimmungen des Casinos Baden-Baden: Mindestalter 21 Jahre, Ausweis ist vorzulegen. Um gepflegte Garderobe wird gebeten. Für den Herrn gilt Sakko.

Theaterperformance am 10.12.2021 „Die Bösen Geister“ mit Maria Thorgevskaja, Alter Ratssaal, Rathaus Baden-Baden

«Die bösen Geister» ist der sechste Roman von F. M. Dostoevskij und handelt vom Schicksal Russlands. In einer kleinen Stadt wird ein Student umgebracht, um die Machtstellung der radikal revolutionären Bewegung zu stärken. Ganz Russland ist erschüttert. Maria Thorgevskaja berichtet von den Geschehnissen aus der Sicht von Varvara Petrovna Stavrogina. Sie ist eigenwillig und machtgierig, egoistisch und aufopfernd, manchmal naiv und gleichzeitig weitblickend. Sie ist ein lebendiger Mensch mit unzähligen Schwächen und einer großen Gabe: Der Gabe, zu lieben. Wie alle anderen findet sie sich im Strudel der Geschehnisse gefangen, unfähig, sie zu reflektieren. Die Erkenntnis kommt erst spät und der Preis dafür ist zu hoch.

Maria Thorgevskaja, gemäß NZZ «das kleine Theaterkraftwerkchen aus St. Petersburg», hat gemeinsam mit Dan Wiener unzähligeTheater- und Musikproduktionen kreiert und diese auf zahlreichen auch internationalen Tourneen gespielt. Sie wurde mehrfach preisgekrönt (Salzburger Stier, Tschechow-Preis), wobei sie regelmäßig eigene Stückfassungen entwickelt und erfolgreich Regie führt. Als Autorin hat sie jüngst ihr erstes Buch «Wo Berge das Sagen haben» (2021) publiziert.

Gefördert durch die Arbeitsstelle für Literarische Museen,Gesellschaftenund Gedenkstätten (ALIM).

Termin: Freitag, 10. Dezember, 19 Uhr

Tickets: 15 Euro

Ticketservice: 07221 275233,