Sonderaustellungen
Aktuelle Sonderaustellungen
2000 Jahre in 50 Objekten – Highlights aus der Sammlung des Stadtmuseums Baden-Baden

18. April 2026 bis 13. September 2026
50 herausragende Objekte vom Alltagsgegenstand bis zum Luxusgut, von der römischen Münze bis zum abstrakten Gemälde veranschaulichen die wechselvolle 2000-jährige Geschichte der Stadt Baden-Baden. Zudem bieten sie Einblicke in die Vielfalt der Bestände des Stadtmuseums Baden-Baden, dessen Sammlung im Jahr 1892 begründet wurde. Neben der Präsentation sonst nicht ausgestellter Werke im Anbau des Museums, werden auch Highlights der Dauerausstellung neu kontextualisiert.
Den Anlass der Ausstellung bildet das Erscheinen des Auswahlkatalogs „Stadtmuseum Baden-Baden – 2000 Jahre in 50 Objekten“ (Verlag Schnell & Steiner, 19,95 €).
Kuratorinnenführungen
Sonntag, 26. April 2026, 15 Uhr
Samstag, 6. Juni 2026, 11:30 Uhr
Sonntag, 7. Juni 2026, 15 Uhr
Dauer: ca. 1 Stunde, keine Anmeldung erforderlich
Museum to go: Bus der Habseligkeiten. Mobile Ausstellung im Linienbus der Stadtwerke Baden-Baden

Vom 11. bis 27. Mai 2026 an verschiedenen Stationen in Baden-Baden und im Landkreis Rastatt, Eintritt frei
Alf als Plüschtier oder ein Schal: Sie stehen im Mittelpunkt der Ausstellung des Arbeitskreises Stolpersteine und des Stadtmuseums Baden-Baden. Denn manchmal erzählen die kleinsten Gegenstände die größten Geschichten. Ausstellungsort ist ein Bus der Stadtwerke, der Geschichten von Zugewanderten aus den postsowjetischen Ländern und ukrainischen Geflüchteten in die Stadt und den Landkreis bringt.
Stationen
- Montag, 11.5.2026, 15–17 Uhr: Eröffnung der Ausstellung vor dem Stadtmuseum Baden-Baden
- Dienstag, 12.5.2026, 8:15–16:30 Uhr: an der Stiftskirche Baden-Baden
- Mittwoch, 13.5.2026, 8:15–15 Uhr: vor dem Richard-Wagner-Gymnasium, Rheinstr. 152
- Donnerstag, 14.5.2026, 10–15 Uhr: bei der Friedensgemeinde, Schwarzwaldstr. 133
- Freitag, 15.5.2026, 11–17 Uhr: Lichtentaler Allee, Ecke Gunzenbachstraße
- Samstag/Sonntag, 16./17.5.2026, 11–17 Uhr: vor dem Stadtmuseum
- Montag, 18.5.2026, 10–16 Uhr: auf dem Campus der EurAka Baden-Baden, Breisgaustr. 19
- Dienstag, 19.5.2026, 12–18 Uhr: beim Gospelhouse Baden-Baden, Wilhelm-Drapp-Str. 5/7
- Mittwoch/Donnerstag, 20./21.5.2026, 11–17 Uhr: Kuppenheim, Friedensplatz
- Freitag, 22.5.2026, 12–18 Uhr: Hügelsheim, Ontariostr. 14
- Samstag, 23.5.2026, 11–17 Uhr: Steinbach, bei der Alten Schule, Steinbacher Straße 26
- Sonntag/Montag, 24./25.5.2026, 11–17 Uhr: Theater Baden-Baden
- Dienstag, 26.5.2026, 11–17 Uhr, Gaggenau, Marktplatz
- Mittwoch, 27.5.2026, 11-17 Uhr, Bischweier, Grundschule, Hermann-Föry-Straße 5
Führungen und Vorträge
Vortrag „Vom Schweigen zum Sprechen“
Dienstag, 12.5.2026, 19 Uhr, Stadtbibliothek, Gartenhaus
Die Literatur der Russlanddeutschen ist von Brüchen, Verlusten und Neuanfängen geprägt. Edwin Warkentin, Leiter des Kulturreferats für Russlanddeutsche in Detmold, zeichnet ihre Entwicklung nach – von eingeschränkten Ausdrucksmöglichkeiten in der Sowjetunion bis zur vielfältigen Gegenwartsliteratur in Deutschland.
Führung mit Kuratorinnen und Zeitzeuginnen
Donnerstag, 14.5.2026, 13 Uhr, bei der Friedensgemeinde, Schwarzwaldstr. 133
Samstag/Sonntag, 16./17.5.2026, jeweils 14 Uhr vor dem Stadtmuseum
Dienstag, 19.5.2026, 13/16/17 Uhr, beim Gospelhouse Baden-Baden, Wilhelm-Drapp-Str. 5/7
„Nur mit meinen Büchern“ – Führung mit Schauspieler*innen des Theaters
Sonntag/Montag, 24./25.5.2026, jeweils 11 Uhr, vor dem Theater
Ausstellungsrundgang im Doppelpack: Die Kuratorinnen führen durch die Ausstellung kombiniert mit einer Lesung, bei der real erlebte Geschichte in Dialog mit literarisch verarbeiteter Geschichte tritt.
Ukrainisch-deutsche Führung
Sonntag, 24.5.2026, 16 Uhr: vor dem Theater
Russisch-deutsche Führung
Montag, 25.5.2026, 16 Uhr: vor dem Theater
Workshops und Veranstaltungen
Simultan-Damespiel mit Alexander Bleicher, Weltcupgewinner
Samstag, 16.5.2026, 15–17 Uhr, Stadtmuseum Baden-Baden
Kochtreff für Frauen
Donnerstag, 21.5.2026, ab 17 Uhr, Hügelsheim, Ontariostr. 14
Wir kochen zusammen Spezialitäten, die Russlanddeutsche aus ihrer früheren Heimat mitgebracht haben. Picknick am 22.5. vor dem Ausstellungsbus.
Kostenfrei, aber bitte Anmeldung bei: Sozialarbeit-huegelsheim@mail.de
Workshop „Erinnerungen in Bildern“
Freitag, 22.5.2026, 10–12:30/14–16:30 Uhr und Samstag, 23.5.2026, 11–13:30/15–17:30 Uhr, Stadtbibliothek, Gartenhaus
Die Teilnehmenden lernen, persönliche Erinnerungen wieder zum Leben zu erwecken und mit Pinsel und Stift festzuhalten. Oft sind Lebensgeschichten in kleinen Details verborgen. Keine Vorkenntnisse nötig – Neugier genügt: Kunstpädagogin Eva Durlacher aus Holland entwickelte dafür eine besondere Technik. Buchbar sind 1–4 Module an insgesamt 2 Tagen.
Anmeldung unter: 07221 932259; Teilnahmegebühr € 5,00 pro Modul
Mail ART Workshop
Sonntag, 24.5.2026, 11–13 Uhr, Jüdische Gemeinde, Sophienstr. 2
Im Workshop der Künstlerin Eugenia Jäger entstehen Collagen in Anlehnung an die in den 1970er Jahren entstandene Idee der Mail Art. Künstler*innen in Osteuropa schickten sich damals kreativ gestaltete Briefe, Karten und Gegenstände zu. Alles war erlaubt: vom einfachen Gekritzel bis zur Collage.
Anmeldung an: buero@ikg-bad-bad.de; ab 13 Jahre, kostenfrei
Workshop „Alles, was uns stark macht“
Montag, 25.5.2026, 18 Uhr, Klosterwiese, Treffpunkt Spielplatz, nur bei gutem Wetter
Die ärztliche Psychotherapeutin Eva-Christiane Pantke-Ehlers lädt dazu ein, mit viel Spaß und praktischen Übungen die eigene seelische Widerstandskraft zu stärken und die „innere Schatzkiste“ wieder aufzufüllen.
Keine Anmeldung erforderlich; die Veranstaltung ist kostenfrei
Vergangene Sonderausstellungen
Oh du Fröhliche – weihnachtliche Schätze aus der Historischen Sammlung
Oh du Fröhliche – weihnachtliche Schätze aus der Historischen Sammlung
29.11.2025–25.1.2026
Es weihnachtet sehr im Stadtmuseum. Eine Sonderausstellung präsentiert Kostbarkeiten und Raritäten rund ums Fest, die sonst im Depot schlummern. Zu entdecken sind unter anderem Adventskalender, Spielzeug, Gemälde und Christbaumschmuck aus vergangenen Jahrhunderten.
Rahmenprogramm
Führung durch die Weihnachtsausstellung
Donnerstag, 4. Dezember,17 Uhr
Adventslieder mit dem Gesangsverein Hercynia Baden-Lichtental e. V.
Donnerstag, der 11. Dezember um 17 Uhr, Dauer ca. 30 Minuten
Es fällt nur der Museumseintritt an.
Um Voranmeldung unter anmeldung.stadtmuseum@baden-baden.de oder Tel. 07221 93-2272 (Di.–So., 11–18 Uhr) wird gebeten.
„Im Fallen langsamer werden“: Gökçen Dilek Acay, Baldreit-Stipendiatin 2023/2024

„Im Fallen langsamer werden“
Gökçen Dilek Acay, Baldreit-Stipendiatin 2023/2024, im Dialog mit der Sammlung des Stadtmuseums Baden-Baden
28. Juni bis 2. November 2025
In ihren Werken behandelt Gökçen Dilek Acay die großen Themen unserer Gesellschaft wie den Umgang der Menschen miteinander und mit der Natur. Dabei zeichnet sich ihr Schaffen durch eine besondere mediale und materielle Vielfalt aus mit Bezügen zu historischen Handwerkstechniken. Während ihres Baldreit-Stipendiums hat sich die Künstlerin auch mit Zeugnissen der Geschichte Baden-Badens auseinandergesetzt.
Ihre Beschäftigung mit Artefakten vergangener Zeiten aufgreifend werden Acays Arbeiten in dieser Ausstellung durch historische Objekte, Gemälde und Grafiken aus der Sammlung des Stadtmuseums ergänzt. Alt und Neu treten in einen Dialog, der den Blick auf die Exponate erweitert.
Mythos Vaslaw Nijinsky – Tänzer / Choreograf / Zeichner

Mythos Vaslaw Nijinsky – Tänzer / Choreograf / Zeichner
3. Oktober bis 2. November 2025
Vaslaw Nijinsky zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der Tanzgeschichte. Die Ausstellung der John Neumeier Stiftung im Stadtmuseum Baden-Baden widmet sich seinem Mythos und künstlerischen Erbe. Gezeigt werden Zeichnungen, Fotografien und Bühnenbildentwürfe aus der umfangreichen Sammlung John Neumeiers.
Simone Demandt Heritage_PB

SIMONE DEMANDT
HERITAGE_PB
PIERRE BOULEZ – ein fotografisches Portrait seiner Räume
31. Mai bis 21. September 2025
Im Zentrum der Ausstellung stehen Arbeiten von Simone Demandt, denen Fotografien der Künstlerin aus den Wohn- und Arbeitsräumen von Pierre Boulez (1925–2016) in Baden-Baden zugrunde liegen. Sie erinnern an das wegweisende Schaffen dieses bedeutenden Vertreters der musikalischen Avantgarde und seine enge Verbundenheit mit der Stadt.
THE PLACE TO BE – 200 Jahre Kurhaus Baden-Baden 1824–2024

THE PLACE TO BE – 200 Jahre Kurhaus Baden-Baden 1824–2024
7. September 2024 bis 4. Mai 2025
Nach den Plänen des Architekten Friedrich Weinbrenner erbaut, öffnete das Kurhaus Baden-Baden im Sommer 1824 seine Pforten. Mit der einprägsamen klassizistischen Säulenfront steht es wie kein anderes Gebäude für die Stadt und bildet seit 200 Jahren den Rahmen für glanzvolle Bälle, Konzerte, Galas und viele weitere Veranstaltungen. Die prominentesten Künstlerinnen und Künstler sind hier aufgetreten, Staatsoberhäupter, Politiker und Diplomaten ein- und ausgegangen. Seit jeher wird das Kurhaus jedoch mit dem Glücksspiel in Verbindung gebracht.
Die französischen Pächter der Spielbank Jean Jacques Bénazet und sein Sohn Édouard lockten im 19. Jahrhundert nicht nur ein internationales Publikum nach Baden-Baden, sondern schufen auch die entsprechende Kulisse im damaligen Konversationshaus: die historistischen Prunksäle, die heute zu den besonderen Sehenswürdigkeiten Baden-Badens zählen.
Die Historie des Kurhauses ist zugleich ein Spiegel der wechselvollen europäischen Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte mit all ihren politischen und gesellschaftlichen Einschnitten und Umbrüchen. Das Haus erfuhr zahlreiche, zum Teil tiefgreifende bauliche Veränderungen, die sich am jeweiligen Zeitgeschmack orientierten.
Heute verkehrt ein buntes, in Teilen illustres Publikum im Kurhaus. Es war und ist das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in Baden-Baden – „the place to be“.
Das Skizzenbuch – Die Kunst des Unvollendeten

Das Skizzenbuch – Die Kunst des Unvollendeten
9. November 2024 bis 12. Januar 2025
verlängert bis 9. Februar 2025
Für ausgebildete Künstler/-innen sowie Laien war und ist das Skizzenbuch ein treuer Begleiter auf Reisen oder Wanderungen, um Eindrücke direkt festzuhalten, Naturstudien zu fertigen oder Kompositionen zu erproben. Die stadtgeschichtliche Sammlung Baden-Baden verwahrt zahlreiche Skizzenbücher aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, von denen eine Auswahl in der Kabinettausstellung zu entdecken ist.
Auf- / Ab- / Umbruch: Die 1950er und 1960er Jahre in Baden-Baden

Auf- / Ab- / Umbruch: Die 1950er und 1960er Jahre in Baden-Baden
21. Oktober 2023 bis 4. August 2024
Die 1950er und -60er Jahre sind in Baden-Baden eine Zeit des Aufbruchs, des Abbruchs und des Umbruchs. Nachdem die unmittelbare Nachkriegszeit mit ihren existenziellen Nöten überwunden ist, blicken die Menschen optimistisch in die Zukunft. In den Jahren des Wirtschaftswunders kommt es zu durchgreifenden Veränderungen im Stadtbild. Ein Generalbebauungsplan, der 1953 erstellt wird, soll die künftige Entwicklung der Stadt unter städtebaulichen, wirtschaftlichen und kurörtlichen Aspekten steuern. Altes muss weichen, Neues entsteht. Hauptziel aller Anstrengungen ist es, Baden-Baden wieder als internationalen Kurort zu positionieren. Seit den frühen 1950er Jahren wird die Stadt, an alte Traditionen anknüpfend, zur Bühne für hochrangige politische Treffen, herausragende kulturelle Veranstaltungen und glanzvolle gesellschaftliche Auftritte.
Kabinettausstellung: Otto A. Braun

Otto A. Braun
Aquarelle und Zeichnungen
11. November 2023 bis 14. Januar 2024
Am 11. und 12. November 2023 begehen Museen wie Sammlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Wochenende der Graphik. Zu diesem Anlass präsentiert das Stadtmuseum Baden-Baden eine Kabinettausstellung mit Aquarellen und Zeichnungen des Künstlers Otto A. Braun.
Braun (geb. 1910, gest. 1999 in Baden-Baden), der als technischer Zeichner beim Staatlichen Hochbauamt arbeitete, widmete seine Freizeit der Kunst und fertigte eine große Zahl an Zeichnungen. Sie dokumentieren unter anderem die Veränderungen seiner Heimatstadt in den 1950er sowie -60er Jahren und bilden eine spannende Ergänzung zur aktuellen Sonderausstellung des Stadtmuseums, welche die Auf-, Ab- und Umbrüche dieser Jahrzehnte zum Thema hat. Doch Brauns vielseitiges Schaffen umfasst auch Holzobjekte, keramische Arbeiten und Drucke, von denen ebenfalls eine kleine Auswahl gezeigt wird.
Großherzogin Luise in Baden-Baden

Großherzogin Luise in Baden-Baden
Eine Kabinettausstellung zu ihrem 100. Todestag
18. April bis 29. Oktober 2023
Den 100. Todestag der Großherzogin Luise von Baden am 23. April dieses Jahres nimmt das Stadtmuseum Baden-Baden zum Anlass, ihr Wirken mit einer Kabinettausstellung zu würdigen. Geboren als preußische Prinzessin erlebte Luise im Laufe ihres langen, bewegten Lebens den Aufstieg des Deutschen Kaiserreichs, den Ersten Weltkrieg sowie die Novemberrevolution mit der Gründung der Weimarer Republik und der Abschaffung der deutschen Monarchien. Bereits 1859 begründete die junge Großherzogin den Badischen Frauenverein, der sich besonders auf dem Gebiet der Krankenpflege engagierte. Zeitlebens unterstützte sie den Verein mit großem Einsatz.
Vielfach waren Schicksal und Wirken Luises mit der Stadt Baden-Baden verbunden: Hier lernte sie ihren Gemahl Friedrich kennen, verbrachte zahlreiche Sommermonate an der Oos und bedachte die Stadt mit der Gründung diverser Institutionen an deren Entwicklung sie regen Anteil nahm. Dazu zählte unter anderem die Großherzogin Luise-Haushaltungsschule. Während ihrer letzten Lebensjahre wohnte sie dauerhaft im Neuen Schloss.
Feuer in der Stadt. Eine Geschichte der Brandbekämpfung

Feuer in der Stadt. Eine Geschichte der Brandbekämpfung
10. September 2022 bis 27. August 2023
Im Jahr 1847 beschlossen Baden-Badener Bürger, ein Pompier-Corps zu gründen. Daraus entwickelte sich die Feuerwehr der Stadt. Ihrem 175-jährigen Bestehen widmet das Stadtmuseum eine große Sonderausstellung.
Besucher können zahlreiche Objekte aus der Geschichte der Feuerwehr bestaunen, darunter Feuerlöschspritzen aus dem 19. Jahrhundert. Ebenso sind die spannendsten Einsätze der Baden-Badener Wehr zu entdecken.
Kabinettausstellung „Erinnerung an Baden-Baden“

Kabinettausstellung „Erinnerung an Baden-Baden“
5. bis 20. November 2022
Im Zentrum der Kabinettausstellung steht die 2021 entstandene Arbeit „Souvenir de Baden-Baden (2)“ des ehemaligen Baldreit-Stipendiaten Thilo Westermann. Der Künstler kratzte die Darstellung Punkt für Punkt in die geschwärzte Rückseite einer Glasscheibe. Die Technik liegt nah an den Ursprüngen des Begriffs Graphik, der sich von dem griechischen Wort für Einritzen ableitet.
Das Werk Westermanns zeigt die Rosenzüchtung Souvenir de Baden-Baden in einem Souvenirglas aus der Sammlung des Stadtmuseums. Solche farbigen Gläser, verziert mit diversen Motiven aus Baden-Baden und seiner Umgebung, waren im 19. Jahrhundert beliebte Andenken. Sie entstanden in Böhmen und für die Gestaltung der Bildfelder wurde auf druckgraphische Vorlagen zurückgegriffen.
Einige dieser Gläser und Graphiken zu den darauf dargestellten Ansichten Baden-Badens sind auch in der Kabinettausstellung zu sehen. Sie bilden den historischen Hintergrund zu dem Hinterglasbild Westermanns, das sich von ihnen inspiriert zeigt.
Kuratorinnenführung durch die Kabinettausstellung:
Am Sonntag, 13. November 2022, 15:00, Dauer: ca. 30 Minuten, Anmeldung unter: anmeldung.stadtmuseum@baden-baden.de, Tel. 07221 932272
No Time For Exhibitions (VIII) – Alisa Kossak 30. April - 10. Juli 2022

No Time For Exhibitions (VIII) – Alisa Kossak
30. April - 10. Juli 2022
In ihren Arbeiten verhandelt die in Leipzig lebende Künstlerin und ehemalige Baldreitstipendiatin Alisa Kossak die Beziehung von Betrachterinnen und Betrachtern und Kunstwerken. „No Time For Exhibitions“ hinterfragt unsere latente Zeitknappheit und den unausgesprochenen Anspruch, sich mit ungeteilter Aufmerksamkeit auf Ausstellungen und Exponate einzulassen.
Das reflektierende Glas der gezeigten Werke gibt nicht nur die Sicht auf Texte und Bildmotive frei, sondern wirft den betrachtenden Blick zurück. Ergänzend bringen Kossaks Texte Affekt- und Wunschmuster ins Spiel, die beim Anblick des eigenen Spiegelbildes ihren Anfang nehmen. So bieten ihre Arbeiten dynamische Möglichkeiten der Rezeption und zeigen sich analytisch scharf wie auch spielerisch assoziativ.
Wir spielen Eisenbahn! 14. - 18. April 2022
Die Lithographie. Eine Kabinettausstellung zum Wochenende der Graphik 9. - 28. November 2021

Die Lithographie.
Eine Kabinettausstellung zum Wochenende der Graphik
9. - 28. November 2021
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war die Lithographie, auch bekannt als Steindruck, eine der häufigsten Drucktechniken für bildliche Darstellungen. Die Kabinettausstellung erklärt, wie das Steindruckverfahren funktioniert und weshalb es so große Verbreitung fand. Außerdem werden einige Lithographien aus dem Depot präsentiert, welche eng mit der Geschichte des Weltbads Baden-Baden und seines Stadtmuseums verwoben sind.
Konzipiert wurde die Ausstellung für das „Wochenende der Graphik“, welches seit 2009 von graphischen Sammlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz am zweiten Novemberwochenende begangen wird – in diesem Jahr am 13. und 14. November. Es hat das Ziel, Werke der Zeichenkunst und Druckgraphik, die versteckt in Depots lagern, einem breiten Publikum zu präsentieren. Erstmals beteiligt sich auch das Baden-Badener Stadtmuseum, das über einen großen, nicht ausgestellten Bestand an Kunst auf Papier verfügt.
SOUVENIR DE BADEN-BADEN - THILO WESTERMANN 14. Juli - 31. Oktober 2021

SOUVENIR DE BADEN-BADEN - THILO WESTERMANN
14. Juli – 31. Oktober 2021
Die Ausstellung „Souvenir de Baden-Baden“ bildet die Auftaktveranstaltung einer Reihe von Ausstellungen, in denen der ehemalige Baldreit-Stipendiat (2020) Thilo Westermann seine künstlerisch-praktische wie theoretische Auseinandersetzung mit der Biografie der Großherzogin von Baden, Stéphanie de Beauharnais (1789–1860), erstmals einem Publikum präsentiert.
Neben Hinterglasbildern, Fotomontagen und Zeichnungen wird eine Auswahl der Briefe gezeigt, die der Künstler seit einigen Jahren an die Großherzogin verfasst. Obgleich Westermann im Hier und Jetzt schreibt und um Stéphanies Tod weiß, entspinnt sich in seiner „Correspondance avec Stéphanie“ eine lebendige Auseinandersetzung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Was sagt unser Handeln und Denken über uns selbst aus, wenn wir uns in eine berühmte oder historische Figur vertiefen? Welche Eigenschaften, Meinungen und Gefühle projizieren wir in einen Menschen hinein, den wir nie persönlich kennengelernt haben? Wo verschwimmt die objektive Faktenlage mit persönlichen Mythologien und mit welchen vorgegebenen Narrativen und Wertvorstellungen identifizieren wir uns selbst?
Der Titel der Ausstellung „Souvenir de Baden-Baden“ rekurriert auf Westermanns persönliche Erinnerungen an Baden-Baden, zugleich ist er jedoch auch der Name einer Rosenneuzüchtung. Diese schmückt seit 2008 die Gönneranlage sowie den Rosenneuheitengarten in Baden-Baden und wird die Bilder und Texte der Ausstellung im Sommer somit nach draußen ins Freie tragen.
„Gurs 1940 – Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“ 24. April - 24. Oktober 2021

Die von der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz gestaltete Ausstellung „Gurs 1940“ thematisiert die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Südwestdeutschland nach Südfrankreich vor 80 Jahren. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Weitere Informationen finden sich auf www.gurs1940.de.
Am Morgen des 22. Oktober 1940 erschienen auch in Baden-Baden Polizisten und Gestapoleute an den Wohnungstüren der jüdischen Mitbürger/innen und forderten sie auf, innerhalb einer Stunde ihre Koffer zu packen. Wohin die Reise gehen sollte, blieb unklar.
Auf der von den Nationalsozialisten erstellten offiziellen Liste der aus Baden-Baden nach Gurs deportierten Jüdinnen und Juden sind die Namen von 116 Frauen, Männern und Kindern verzeichnet. Ihr Schicksal und ihre Lebenswege zeichnet der lokale Teil der Ausstellung nach.
Mit Beginn der Ausstellung wird das Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus in Baden-Baden online gehen. Es soll den Opfern Namen und Identität und damit wenigstens einen Teil der Würde zurückgeben, die ihnen die Nationalsozialisten systematisch entzogen haben.
Verbunden mit dem Start des Gedenkbuchs ist die Aufforderung an die Öffentlichkeit bei weiteren Recherchen zu helfen, Biografien zu ergänzen, gegebenenfalls zu korrigieren, und neue hinzuzufügen. Das Baden-Badener Gedenkbuch soll nicht statisch sein, sondern kontinuierlich fortgeschrieben werden.

