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Stefan Hetzel, Annika Mengler, Alexander Uhlig und Volker Jakobi (TÜV Rheinland Schniering GmbH)(von links). In der Mitte das Messfahrzeug.
Stefan Hetzel, Annika Mengler, Alexander Uhlig und Volker Jakobi (TÜV Rheinland Schniering GmbH) begutachten eines der Messfahrzeuge (von links).

Erfassung des Straßennetzes beginnt

Baden-Baden (18.07.2018). Im Zeitraum von Ende Juli bis Ende Oktober erfolgt die messtechnische Erfassung des Straßennetzes. Bei einem Pressegespräch informierte Erster Bürgermeister Alexander Uhlig über das Projekt Straßenstrukturkataster.

Gemeinsam mit Stefan Hetzel, Sachgebietsleiter beim städtischen Fachgebiet Vermessung und Geoinformation, sowie weiteren Vertretern des städtischen Fachbereichs Planen und Bauen begutachtete Uhlig ein Fahrzeug der TÜV Rheinland Schniering GmbH.

Die Fahrzeuge, welche die messtechnische Erfassung des Straßennetzes übernehmen, werden in den kommenden Wochen regelmäßig in der Stadt zu sehen sein. Ausgewertet werden die Daten von dem Unternehmen Durth Roos Consulting GmbH, das mit der Gesamterfassung und Datenaufbereitung des städtischen Netzes beauftragt wurde. Erste Ergebnisse der Erfassung werden Ende des Jahres vorliegen.

Umfangreiche Erfassung und Bewertung des Verkehrsnetzes

Die Erstellung des Straßenstrukturkatasters erfordert eine umfangreiche Erfassung und Bewertung des Verkehrsnetzes. Mittels einer europaweiten Ausschreibung wurde die Aufgabe der Datenerfassung und deren Aufbereitung vergeben. Der Umfang beträgt rund 600 Kilometer Fahrbahnen, 320 Kilometer Fuß- und Radwege, sämtliche Plätze und Flächen für den ruhenden Verkehr sowie alle Treppenanlagen.

Der Einsatz von Lasern ermöglicht die Erkennung von Rissen und kleinsten Unebenheiten, welche dem bloßen Auge entgehen können. Aus diesem Grund kann die Erfassung nur bei trockener Witterung stattfinden. Für die Qualitätssicherung ist zudem eine Befahrung bei Tageslicht erforderlich.

Ziel ist eine gesamtstädtische Sanierungsplanung

Ziel des Straßenstrukturkatasters ist es eine gesamtstädtische Sanierungsplanung erstellen zu können. Darüber hinaus kann darauf aufbauend eine Prioritätenliste erstellt werden. Durch die Bildung von homogenen Abschnitten ist eine geschickte Bildung von Sanierungsbereichen möglich.

Zudem kann das Straßenstrukturkataster mit anderen Geodaten wie Kanal und Stromdaten übereinander gelegt werden, um hier fachübergreifende Bündelungen vorzunehmen. Eine mögliche Wiederholung der Erfassung alle fünf Jahre führt zu einem langfristigen Erhaltungsprogramm, welches die finanziellen Mittel optimal einsetzt.

Datenschutz

Dem Datenschutz wird ebenfalls Rechnung getragen. Auf den aufgenommenen Bildern werden Gesichter und Kennzeichen verpixelt. Zudem werden die Daten nur für die Auswertung gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Im Rahmen der fototechnischen Dokumentation können auch Hausfassaden erkennbar sein.

Es besteht die Möglichkeit Widerspruch einzulegen. Die entsprechenden Hausfassaden werden dann auf den Bildern verpixelt. Für den Widerspruch sind Straße und Hausnummer an die E-Mail-Adresse zu melden.