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Evgeni Kutovoy, Oleg Ivanov, Natalia Maslakova-Clauberg und Vasili Stoikov übergeben die Bücher an Armin Schöplin und Sigrid Münch (von links).
Evgeni Kutovoy, Oleg Ivanov, Natalia Maslakova-Clauberg und Vasili Stoikov übergeben die Bücher an Armin Schöplin und Sigrid Münch (von links).

Russische Delegation zu Gast in der Stadtbibliothek

Baden-Baden (10.07.2018). Eine russische Delegation feiert den 200. Geburtstag Iwan Turgenevs in Baden-Baden. Im Rahmen des Besuchs zwischen 9. und 11. Juli überreichten die Gäste Ausgaben von Turgenevs Werken an die Stadtbibliothek.

Gemeinsam mit der Leiterin der Stadtbibliothek, Sigrid Münch, begrüßte Stadtrat Armin Schöpflin die Gäste in Vertretung der Oberbürgermeisterin. Schöpflin freute sich sehr über den Besuch aus Russland und betonte die große Bedeutung der Werke Turgenevs für Baden-Baden. Der Schriftsteller habe während seines siebenjährigen Aufenthalts in der Kurstadt das kulturelle Leben geprägt und sei ein Kulturbotschafter zwischen Ost und West gewesen. Diesen Worten schloss sich Oleg Ivanov an. Der Vizerektor für wissenschaftliche Arbeiten der Diplomatischen Akademie des russischen Außenministeriums sprach sich dafür aus, die deutsch-russischen Verbindungen weiter zu vertiefen.

Turgenev-Ausstellung beginnt im September

Gemeinsam mit der Leiterin des Projekts, Natalia Maslakova-Clauberg, überreichte Ivanov feierlich die mitgebrachten Werke Turgenevs. Maslakova-Clauberg kündigte zudem an, dass im Laufe des Jahres noch Brief-Faksimile aus dem Archiv in Moskau in Baden-Baden eintreffen werden. Neben der neunköpfigen russischen Delegation kamen die Leiterin des Stadtmuseums, Heike Kronenwett, der ehemalige Bürgermeister Kurt Liebenstein, die Vorsitzende der Turgenev Gesellschaft Deutschland, Renate Effern, der Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, Lutz Benicke, sowie Elisabeth Cheauré und Regine Noheijl von der Universität Freiburg in die Stadtbibliothek.

Die Übergabe steht in Zusammenhang mit der Turgenev-Ausstellung im Stadtmuseum, die im September beginnt. Dort werden die Briefe des Schriftstellers erstmals gezeigt. Darüber hinaus spielen sie eine bedeutende Rolle bei der künftigen Entwicklung des Literaturmuseums der Stadtbibliothek, das in Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich „Muße“ der Universität Freiburg, der Arbeitsstelle Literaturmuseen in Marbach und der Stadtbibliothek weiterentwickelt wird.