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Umwelttipp im Juli: Handys und Co. – viel zu schade für ex und hopp

Baden-Baden (05.07.2018). Der Markt für Handys und Smartphones, aber auch für andere elektronische Geräten ist groß. In kürzester Zeit werden immer wieder neue Modelle entwickelt. Was gestern noch aktuell war, ist heute schon veraltet. Gleichzeitig wächst der Berg an Elektro- und Elektronikschrott. Vieles davon landet in Entwicklungsländern, wo Umwelt und Menschen extrem belastet und vergiftet werden.

Große Belastung für die Umwelt

Dem Verbraucher ist oft nicht bewusst, wie viele Ressourcen in Handys und Computer stecken und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Ein Handy besteht aus bis zu 60 verschiedenen Materialien, davon 30 Metalle wie Kupfer, Gold, Silber, Lithium sowie Keramik und verschiedene Kunststoffe. Beim Abbau dieser Rohstoffe werden zusätzlich große Mengen Energie, Wasser und Landschaft verbraucht. Da der Abbau wertvoller Metalle teilweise in Krisengebieten stattfindet, kommt es dort oft zu schweren Menschenrechtsverletzungen.

Auch die Herstellung von Handys wird oft unter schlechten Arbeitsbedingungen in Schwellenländern durchgeführt. Mittlerweile versuchen Firmen, möglichst umweltschonende Handys herzustellen, indem sie transparente Lieferketten der Materialen aufbauen, Mineralien aus konfliktfreien, zertifizierten Minen verwenden und im Herstellungsprozess gute Arbeitsbedingungen und Umweltstandards gewährleisten.

Handys recyceln und Ressourcen sparen

Allein in Deutschland gibt es laut BUND bis zu 140 Millionen Handys. Im Schnitt wird ein Handy gerade mal zweieinhalb Jahre genutzt, bevor es im Müll oder der Schublade landet. 80 Millionen alte Handys verstauben schätzungsweise in unseren Schubladen, und jedes Jahr kommen mehrere Millionen dazu.

Um die Folgen des oft gedankenlosen Konsums zu reduzieren, ist es wichtig Handys und andere Elektronikgeräte länger zu nutzen, alte Geräte zu verschenken oder zu verkaufen und defekte Geräte dem Recycling zuzuführen. Je länger ein Handy im Einsatz ist, desto mehr Ressourcen werden gespart, da die aufwendige Rohstoffgewinnung und die Herstellung wegfallen.

Kostenlose Sammelstellen

In Baden-Baden lassen sich alle Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos bei der zentralen Sammelstelle auf der Deponie Tiefloch abgeben.

Montag - Donnerstag von 8 - 12 und 13 bis 16.15 Uhr
Freitag von 8 - 12 und 13 - 14.45 Uhr
Samstag von 8.15 - 12 Uhr

Darüber hinaus können alte Handys beim Telekom-Shop kostenlos abgegeben oder auch an Telekom geschickt werden. Nähere Infos finden Interessierte im Internet unter www.handysfuerdieumwelt.de.

Für Fragen zum Thema stehen die städtischen Abfallberater unter Rufnummer 07221 93-28 28 oder -28 27 bereit.