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Typisches Brutbild eines Borkenkäfers unter der Rinde eines Baumes
Wie viele Borkenkäferarten zeigt auch der Buchdrucker ein ganz typisches Brutbild unter der Rinde.

Borkenkäfer: Förster sind wachsam

Baden-Baden (15.08.2018). Die derzeit anhaltende trockene Witterung mit sehr hohen Temperaturen und seit April keine nennenswerten Niederschläge bedeutet für die Bäume im Stadtwald einen enorm hohen Stress.

Insbesondere die Fichte wird durch den fehlenden Niederschlag sehr geschwächt. Sie verliert an Vitalität und kann den Angriffen des Buchdruckers nicht mehr viel entgegensetzen.

Was ist der Buchdrucker?

Der Buchdrucker ist eine Borkenkäferart, die speziell die Fichte befällt. Im Gegensatz zu seinem Wirtsbaum, der Fichte, liebt er trockene warme Sommer und reagiert darauf mit einer hohen Vermehrungsrate. Der Käfer bohrt sich durch die Borke und legt seine Eier darunter in das sogenannte Kambium, daraus entwickeln sich Larven, die im Zuge ihres Reifungsfraßes dem Baum die Nährstoffbahnen zerstören.

Die Folge: Der Baum hat nicht mehr die Kraft, das zur Verdunstung über die Nadeln notwendige Wasser dorthin hoch zu pumpen, vertrocknet und wird dürr. Aus den Larven haben sich mittlerweile neue Käfer entwickelt, die ihrerseits schon wieder weitere Fichten befallen.

Massenvermehrung vorzubeugen

Genau diese Situation ist durch die aktuelle Trockenheit gegeben. Die einzige Möglichkeit, der Gefahr einer Massenvermehrung vorzubeugen, ist die intensive Kontrolle von Fichtenbeständen und die Früherkennung eines Borkenkäferbefalls.

Dann müssen die befallenen Stämme umgehend gefällt und, noch bevor die jungen Käfer schlüpfen, aus dem Wald transportiert oder entrindet werden, so dass die noch im Larvenstadium befindliche Brut abstirbt.