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Mittelalterliche Darstellung: Die sieben Kurfürsten sitzen nebeneinander und stimmen per Handzeichen ab. Darüber die jeweiligen Wappen.
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Das Alte Reich und seine Fürstbischöfe

Baden-Baden. Dr. Alexander Bergengruen wartet am 13. November 2018, um 19.30 Uhr mit einem kurzweiligen Vortrag voller Überraschungen aus der Welt des alten Europa auf.

Das Deutsche Reich in der frühen Neuzeit, dessen Reichstag 25 Geistliche neben den weltlichen Großen auf der Regierungsbank vorsah bildet den ersten Teil des Vortrags. Ein Un-Staat ohne festgeschriebene Regel, bestehend aus 2000 eigenständigen Gebilden, über denen ein Kaiser schwebte, dem seine Befugnisse mehr und mehr entglitten. Als «Monstrum» von den Zeitgenossen verspottet, wurde das Reich 1806 liquidiert.
Der zweite Teil nennt die Gründe, die vom Beginn des Mittelalters an Bischöfe zu hohen Reichsbeamten werden ließen. Ihnen wurde die Kaisertreue mit Territorien wie Bamberg, Hildesheim oder Münster honoriert, doch zeigte das späte Mittelalter, dass sie der Erwartung nicht immer entsprachen. Wie die weltlichen Regenten auch, stellten sie das Wohl ihres Landes vor das des Reichs. In diesen Kirchenländern standen Männer an der Spitze, die nur de jure Geistliche, de facto Adlige waren, die Ehrgeiz und Konnexion auf ihre Throne gehievt hatten.

Eintritt: 6,- Euro, Bibliotheksgesellschaft 3,- Euro.
Kartenvorverkauf:
Stadtbibliothek Baden-Baden, Luisenstr. 34
Geöffnet: Di, Mi, Fr, 10–18 Uhr, Do 11–19 Uhr, Sa 10–14 Uhr

Eine Veranstaltung der Baden-Badener Bibliotheksgesellschaft in Kooperation mit den kirchlichen Bildungswerken, der ALIM und der VHS.