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Zwei Wanderer laufen einen Waldweg im Nebel.
© Daniel Müller (Nationalpark Schwarzwald) Herbstliche Wanderung im Nationalpark Schwarzwald.

Neue Besucherzählung im Nationalpark

Baden-Baden (23.10.2018). Zwei Tage nach der großen Besucherzählung im Nationalpark am vergangenen Sonntag liegen nun erste Ergebnisse vor. Im ganzen Schutzgebiet verteilt standen Nationalpark-Mitarbeiter, tatkräftig unterstützt vom Freundeskreis des Nationalparks, am Wegesrand und zählten Vorbeikommende.

Der Nationalpark möchte so einige bislang unzureichend beantwortete Fragen klären: Wie verteilen sich die Gäste in verschiedenen Jahreszeiten im Park? Wo sind besonders viele, wo nur wenige Menschen unterwegs?

Helfer an mehr als 70 Stationen

„Die Helfer waren an mehr als 70 Punkten im gesamten Gebiet postiert – an jeder Station wurden in der Hauptbesuchszeit von 10 bis 16 Uhr alle vorbeikommenden Gäste gezählt“, erzählt Dominik Rüede, der den Sachbereich regionale Entwicklung im Nationalpark leitet. Unterschieden wurde zudem, ob die Menschen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs waren.

„Da das Wetter, wie so oft diesen Sommer, gut war, haben wir eine ausreichend breite Datenbasis geschaffen. Die stichprobenartigen Erhebungen sind sehr wichtig, um eine Vorstellung zu bekommen, wo im Gebiet des Nationalparks viel oder wenig los ist.“

Rund 70 bis 95 Prozent aller Gäste erfasst

Je nach Standort konnten die Zählenden nach einer ersten Auswertung rund 70 bis 95 Prozent aller Gäste an diesem Tag erfassen, meist sogar um die 90 Prozent. „Das können wir recht genau sagen, weil es an ein paar wenigen Standorten auch Zählschranken gibt, die automatisch ganztägig zählen“, erläutert Rüede.

Wobei die Zahl der Statistikstriche je nach Standort stark variiert: Vom Seibelseckle hoch zum Dreifürstenstein oder Kieneck waren beispielsweise rund 400 Gäste unterwegs. Auf den Wegen vom Ruhestein Richtung Bannwald, vom Parkplatz Plättig Richtung Luchs- und Wildnispfad, sowie von den Allerheiligen-Wasserfällen aufwärts Richtung Kloster wanderten jeweils zwischen 600 und 800 Personen.

Lotharpfad wieder besonders beliebt

„Die meisten Gäste konnten wir aber am Parkplatz Lotharpfad zählen, von dem aus es mehr als 1.100 Besucher in das Gebiet des Nationalparks zog“, sagt Rüede. Auch bei früheren Zählungen landete der Erlebnispfad oft oben in der Gästestatistik.

Sehr viel ruhiger war es am Buhlbachsee mit rund 100 Passanten, zwischen Herrenwies und der Badener Höhe mit gut 70 Personen und am Huzenbacher See gar mit nur 50 Vorbeikommenden. „Erfreulich war für uns, dass bei dieser Zählung nur noch rund ein Fünftel der Hunde nicht angeleint war, schon weniger als bei der letzten großen Zählung. Diese Tendenz ist uns sehr wichtig, da Wildtiere nur bei striktem Einhalten des Wegegebotes die Schutzzonen abseits der Wege auch wirklich als stressfrei und geschützt erleben können.“

Zählung im Winter geplant

In den kommenden Wochen wird Rüede mit seinem Team die Daten weiterverarbeiten. Anfang kommenden Jahres plant Rüede außerdem noch eine Zählung im Winter, schließlich wird der Nationalpark da nochmal ganz anders genutzt.