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Die Baden-Badener Delegation mit Gastgeber Luc Wattelle vor der Mairie von Bougival.
Die Baden-Badener Delegation mit Gastgeber Luc Wattelle vor der Mairie von Bougival.

200 Jahre Ivan Turgenev – Feierlichkeiten in Bougival

Baden-Baden (13.11.2018). Ivan Turgenev, den Mittler der Kulturen zwischen Russland und Westeuropa, würde man heutzutage als überzeugten Europäer bezeichnen. Ganz dem europäischen Gedanken folgend, haben Oberbürgermeisterin Margret Mergen und ihr Amtskollege Luc Wattelle aus Bougival bei Paris schon vor zwei Jahren eine Kooperation für gemeinsame Feierlichkeiten anlässlich seines 200. Geburtstages beschlossen.

Am 5. und 6. November wurde ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm in Baden-Baden angeboten, am 8. und 9. November wurde in Bougival gefeiert. Nach dem Ausbruch des deutsch-französischen Krieges hat Ivan Turgenev Baden-Baden verlassen und ist der Familie Viardot zunächst nach Paris und dann nach Bougival gefolgt, wo er zehn Jahre bis zu seinem Tod 1883 lebte.

OB Mergen, der Botschafter der russischen Föderation in Frankreich und Luc Wattelle, Bürgermeister von Bougival.Bild vergrößern
OB Mergen, der Botschafter der russischen Föderation in Frankreich und Luc Wattelle, Bürgermeister von Bougival.

Besichtigung der Datcha Turgenevs

Oberbürgermeisterin Mergen wurde auf ihrer Reise von den Stadträten Armin Schöpflin und Werner Schmoll sowie von Renate Effern, der Präsidentin der Turgenev-Gesellschaft begleitet. Auch Petra Heuber-Sänger, Leiterin des städtischen Kulturbüros, nahm an dem Ausflug teil. Die Baden-Badener Delegation hatte Gelegenheit, die Datcha Turgenevs – heute ein Museum – zu besichtigen. Das Museum, großteils mit Originalmobiliar eingerichtet, unterhält eigens eine Baden-Badener Abteilung mit einer Dokumentation über die Zeit, die der große russische Literat in der Kurstadt verbrachte.

Alle Beteiligten waren sich nach der intensiven Turgenev-Woche einig, dass diese Begegnung zwischen Bougival und Baden-Baden mit vielen interessanten Gesprächen damit nicht endet, sondern im Gegenteil der Beginn einer Projektpartnerschaft sein sollte.