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Alte Zeichnung des Alten Schlosses in Ebersteinburg mit Blick auf Baden-Baden.

Landpartien Nordschwarzwald: Vier Ausstellungen in vier Stadtmuseen

Baden-Baden (28.01.2019). Vier Stadtmuseen – das Stadtmuseum Baden-Baden, das Stadtmuseum Rastatt, das Museum Ettlingen und das Pfinzgaumuseum in Karlsruhe-Durlach – widmen sich im Sommer 2019 gemeinsam dem Thema Reisen.

Nicht nur die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, auch die reizvolle Umgebung trägt zur Attraktivität der Region bei. Die Besucher und Gäste kommen zu Fuß, mit der Kutsche, der Eisenbahn und später mit den ersten Autos. Sie suchen Erholung und Genesung, wollen sich vergnügen und bilden. Vom blühenden Tourismus zeugen Gemälde, Grafiken und Fotografien, aber auch mehrsprachige Reiseführer und eine bunte Palette an Souvenirs.

Baden-Baden – Reise ins Weltbad

Im Stadtmuseum Baden-Baden ist vom 18. Mai bis 10. November eine der Einzelausstellungen mit dem Titel „Baden-Baden – Reise ins Weltbad“ zu sehen. Verfallene Ruinen aus vergangenen Jahrhunderten, einsame Waldtäler, Wasserfälle und ein pittoresk inmitten dieser Landschaft gelegenes Städtchen bedienen die Sehnsüchte der Menschen im Zeitalter der Romantik.

Im frühen 19. Jahrhundert wird die traditionsreiche Bäderstadt Baden-Baden als Reiseziel neu entdeckt. Zunächst mit der Kutsche, später mit Dampfschiff und Eisenbahn strömt ein internationales Publikum ins Oostal. Im Verlauf weniger Jahrzehnte entwickelt sich Baden-Baden zum mondänen Weltbad mit einer touristischen Infrastruktur, die mancher Großstadt zur Ehre gereichen würde. Während der Saison übersteigt die Zahl der Gäste die der Einwohner um ein Vielfaches.

Baden-Badens Touristen im 19. Jahrhundert

Adel und Bürgertum, Regenten und Politiker, Maler, Musiker und Schriftsteller, Kokotten und Hasardeure – für sie alle wird der Besuch Baden-Badens zum Muss. Neben dem Kulturangebot, dem Glücksspiel und Vergnügungen aller Art gewinnt für die Reisenden des 19. Jahrhunderts der Aufenthalt in der Natur an Bedeutung. Spaziergänge und Wanderungen, Kutschfahrten und Sport im Freien sind schon damals en vogue.

Wie bereitete man sich vor auf eine Reise nach Baden-Baden? Was benötigte man dafür? Wie kam man dorthin und wo fand man Unterkunft? Welche Unterhaltung wurde geboten? Welche Sehenswürdigkeiten lohnten sich besonders und was konnte man als Souvenir mit nach Hause nehmen? Auf all diese Fragen, die sich dem Baden-Baden-Touristen im 19. Jahrhundert stellten, gibt die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag, von 11 bis 18 Uhr Auskunft.

Weitere Informationen

Weitere Fragen beantwortet die Leiterin des Stadtmuseums und Stadtarchivs Heike Kronenwett unter der Rufnummer 07221 93-22 70.

Mit dem gemeinsamen Ausstellungsreigen setzen die vier Stadtmuseen der Region ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Vom 21. bis 24. Februar werden sie, wie schon in den vergangenen Jahren, mit einem Gemeinschaftsstand auf der art Karlsruhe zu sehen sein.