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Schutz vor Kälte durch gedämmte Dachböden und Kellerdecken

Baden-Baden (25.02.2019). Hohe Räume, Decken, die mit Stuck verziert sind und Parkettböden: Altbauten haben ein ganz besonderes Wohngefühl. Auch in Baden-Baden gibt es viele davon. Unsanierte Altbauten haben allerdings meist einen hohen Heizenergiebedarf.

Die richtige Wärmedämmung bietet effektiven Wärmeschutz und spart Energiekosten. Darauf weist Zukunft Altbau hin, das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm rund um die energetische Sanierung.

Dachbodendämmung: warm im Winter, kühl im Sommer

Bei einer Wärmedämmung denken Hauseigentümer meist an die Fassade. Doch ein effektiver Wärmeschutz lohnt sich auch beim Dachboden und der Kellerdecke. Die Dachbodendämmung bietet sich an, wenn der Speicher nicht beheizt wird. Sie verhindert, dass im Winter unnötig Heizwärme aus den Wohnräumen in den Speicher entweicht und im Sommer Hitze von oben in die Wohnräume eindringt.

Am häufigsten kommt die Aufdeckendämmung zum Einsatz: Diese ist für versierte Heimwerker auch komplett in Eigenleistung möglich. Der Aufwand hält sich in Grenzen, oft sind nur zwei bis drei volle Tage Arbeitszeit nötig. Oft ist die Dämmung gesetzlich gefordert: Seit dem 1. Januar 2016 müssen oberste Geschossdecken zu unbeheizten Dachräumen ausreichend gedämmt sein. Als gesetzliche Mindestvorgabe für die Dämmung gilt ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin, was je nach Dämmstoff etwa 20 Zentimeter Dämmung entspricht.

Hat ein Dachboden bereits einen Mindestwärmeschutz zur Verhinderung von Bauschäden nach der DIN 4108-2, muss nicht zwingend nachgedämmt werden. Keine Anforderungen an die obersten Geschossdecken bestehen auch, wenn die Dachflächen den Mindestwärmeschutz erfüllen. Ausgenommen von der Regelung sind außerdem alle Ein- und Zweifamilienhäuser, bei denen die Eigentümer das Gebäude vor Februar 2002 bezogen haben.

Häufig unterschätzt: Die Wirkung einer Kellerdeckendämmung

Neben dem Dach wird auch die Kellerdecke bei Dämmmaßnahmen häufig vernachlässigt oder schlicht vergessen. Sie empfiehlt sich, wenn die Kellerräume nicht als Wohnräume genutzt und deshalb unbeheizt sind. Sonst entweicht die Wärme aus dem Erdgeschoss in den Keller. Hauseigentümer profitieren nach einer Dämmung nicht nur von einem wärmeren Fußboden, sondern auch von einem bis zu zehn Prozent geringeren Energieverbrauch.

Meist wird die Kellerdecke von unten gedämmt. Leichte Dämmmaterialien wie etwa Hartschaumdämmungen aus Polystyrol oder Polyurethan und Mineralfaserdämmplatten lassen sich ankleben, schwerere Materialien wie Holzfaserdämmplatten werden angedübelt. Die Dämmstärke kann im Vergleich zu Dach und Fassade geringer ausfallen: Die geltende Energieeinsparverordnung fordert zum unbeheizten Keller einen U-Wert von 0,3 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Acht bis 12 Zentimeter reichen dafür aus.

Hintergrund:

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Gebäudeeigentümer neutral über den Nutzen einer energetischen Sanierung. Das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm berät gewerkeneutral, fachübergreifend und kostenfrei. Informationen gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau unter 08000 12 33 33 oder per E-Mail an .