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Drei Gläser mit Aktivkohle.
Aktivkohle

Was bringt uns die EU im Alltag? Förderprojekt bei der Umwelttechnik

Baden-Baden (15.05.2019). Bereits seit mehreren Jahren ist der Eigenbetrieb Umwelttechnik Partner eines größeren INTERREG-Förderprojektes der EU:

Danube Energy

Im Rahmen von Danube Energy schlossen sich im Zeitraum von 2012 bis 2014 acht Länder zusammen, um gemeinsam zu erforschen, wie sich Biomasse energetisch nutzen lässt. Die Universität Kassel hat wissenschaftlich untersucht, aus welcher Biomasse wieviel Energie gewonnen werden kann (Förderbetrag für Baden-Baden: 141.234 Euro).

Aktivkohle aus Biomüll

Daraus entstand ein Folgeprojekt zur Verfeinerung dieser Untersuchungen. Acht Partner aus fünf Ländern waren 2014 bis 2017 Projektpartner bei COMBINE, die wissenschaftliche Leitung hatte wiederum die Universität Kassel. (Förderbetrag für Baden-Baden: 205.000 Euro). Mittlerweile läuft das dritte EU-Projekt im Rahmen von Re-DIRECT mit acht Partnern aus fünf Ländern, Lead-Partner ist die Universität Kassel.

Erstmals wurden nicht nur Personalkosten, sondern auch Investitionen gefördert (720.000 Euro). Biomasse aus ganz Europa wird nach Baden-Baden geliefert und hier wird untersucht, welcher Reststoff sich für welchen Anwendungsfall eignet. Aktuell wird in Baden-Baden aus Biomüll Aktivkohle gewonnen, was europaweit einmalig ist.

Interesse aus Wissenschaft und Forschung

Der Mehrwert besteht nicht nur aus der monetären Förderung, es geht auch um die wissenschaftlichen Erkenntnisse und darum, gemeinsam kreative Lösungen zu erarbeiten. Das Interesse aus Wissenschaft und Forschung an der in Baden-Baden produzierten Aktivkohle ist groß, immer wieder kommen Fachleute aus aller Welt, um sich über das Verfahren vor Ort zu informieren.

In Baden-Baden soll die hier vor Ort günstig produzierte Aktivkohle in der 4. Reinigungsstufe der Kläranlage zur Beseitigung von Spurenstoffen eingesetzt werden.