Pressearchiv

Gruppenbild des Planungsteams mit dem Ersten Bürgermeister auf der Fieserbrücke.
Traugott Bräuninger, Markus Brunsing, Vincenz Wienk-Borgert und Erster Bürgermeister Alexander Uhlig (von links).

Fieserbrücke vor umfangreicher Sanierung

Baden-Baden (09.01.2020). Die vorbereitenden Maßnahmen für die sich  anschließenden Arbeiten zur Sanierung der Reinhard-Fieser-Brücke beginnen am Montag, 13. Januar. Die Gesamtbauzeit beträgt voraussichtlich 17 Monate. Die Kosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro.

Baudezernent Alexander Uhlig informierte

Erster Bürgermeister und Baudezernent Alexander Uhlig informierte: „Die Fieserbrücke steht schon länger im Fokus unserer Bauingenieure. Bei Brücken gibt es Zustandsnoten. Ab Zustand 4 ist die Brücke zu sperren. Die letzte Bauuntersuchung ergab die Zustandsnote 3,8. Es erwies sich, dass es wirtschaftlicher ist die Brücke neu zu bauen. Die Vorarbeiten beginnen jetzt. Nach 17 Monaten wollen wir die Brücke wieder dem verkehr freigeben. Der Zeitraum ist dem Umstand geschuldet, dass die Arbeiten während des nächsten Christkindelsmarkts und des SWR3 New-Pop-Festivals unterbrochen werden. Zudem wollen wir in jeder Bauphase sicherstellen, dass die Fußgänger passieren können. Das kostet eben Zeit und dafür bitten wir um Verständnis.“

Platane wird zurückgeschnitten

Ein Bilder Platane im Sommer. Eine eingefügte rote Linie zeigt den Umfang der Reduzierung an. Bild vergrößern

Ab Montag wird die große Platane neben der Brücke zurückgeschnitten und erste Versorgungsleitungen im Bereich der Werderstraße erneuert. Der schlechte Bauwerkszustand der in die Jahre gekommenen Brücke macht eine umfangreiche Komplettsanierung erforderlich.

Es gilt die hohe Aufenthaltsqualität im Innenstadtbereich mit dem außergewöhnlich breiten Platzcharakter der Brücke für die Zukunft zu sichern. Gegen Ende der Arbeiten erhält die Brücke einen neuen, attraktiveren Oberflächenbelag. Zudem berücksichtigt die Neukonstruktion die aktuellen Hochwasserschutz-Anforderungen. Die denkmalgeschützten, aber maroden Brüstungselemente werden saniert. Erneuert werden weiter alle unter der Brücke verlaufenden Ver- und Entsorgungsleitungen.

Gesamtkosten für die Sanierung

Die Gesamtkosten für das Sanieren der Reinhard-Fieser-Brücke liegen bei 3,550 Millionen Euro. Die Maßnahme wird über den „Kommunalen Sanierungsfonds Brücken“ mit 852.700 Euro gefördert. Die Sanierungsarbeiten sind in vier Bauphasen unterteilt. Dies gewährleistet, dass die Brücke für Fußgänger jederzeit nutzbar bleibt. Während der Arbeiten erfolgt ein Verkehrsmonitoring, das die Entwicklung des Verkehrs im Innenstadtbereich unter die Lupe nimmt.

Während des Christkindelsmarkts 2020/21 ruht die Baustelle. Auch auf das SWR3 New-Pop-Festival nehmen die städtischen Bauingenieure Rücksicht. Für den Fahrzeugverkehr ist die Brücke während den Bauarbeiten voll gesperrt. Das gilt auch für die Kreuzstraße, Anlieger und Zulieferer können allerdings zufahren. Durch die Poller-Regelung in der oberen Kaiserallee entsteht zwischen 11 und 19 Uhr von der Werderstraße kommend eine Sackgasse.

Umleitung des fließenden Verkehrs

Nahaufnahme der Brüstung. Es sind Risse im Gemäuer zu sehen. Bild vergrößern

Die Umleitung des fließenden Verkehrs erfolgt generell über die Werder-, Friedrich-, Fremersberg-, Berthold- und Lichtentaler Straße. Der Taxistand vor bzw. gegenüber der Einfahrt in die Kurhaus-Parkgarage entfällt. Die Fläche wird für Baustelleneinrichtung benötigt. Für die Taxen entstehen entsprechend gekennzeichnete und ausgeschilderte Ausweichplätze in der Inselstraße sowie am Goetheplatz.

Voraussichtlich ab Montag, 13. Januar, fährt die Buslinie 208 nicht mehr durch die Kreuzstraße und Fieserbrücke zur Haltestelle „Kurhaus“ in der Werderstraße. Durch die Sperrung der Brücke führt die Strecke ab der Haltestelle „Leopoldsplatz/Sophienstraße“ über die Luisenstraße, Wilhelmsbrücke und Kaiserallee zur Haltestelle „Kurhaus“. Die Abfahrtszeiten bleiben unverändert.