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Hans Gützlaff vom Medienhaus Baden-Baden und Vincenz Wienk-Borgert vom städtischen Fachgebiet Tiefbau und Baubetrieb (von links) stehen vor einer der neuen Infotafeln

Ausstellung an der Fieserbrücke-Baustelle

Baden-Baden (18.03.2020). Unter dem Motto „Die Reinhard-Fieser-Brücke. Ein Denkmal wird renoviert“ informieren seit gestern vier große Tafeln an der Baustelle der Reinhard-Fieser-Brücke über die Geschichte der Brücke und die Baumaßnahme.

Bei einem Pressegespräch stellten Hans Gützlaff vom Medienhaus Baden-Baden und Vincenz Wienk-Borgert vom städtischen Fachgebiet Tiefbau und Baubetrieb die Ausstellung vor.

Neue Infotafel an der FieserbrückeBild vergrößern

Historische Ansichten und skurrile Fakten

Die Ausstellung umfasst die Geschichte, die baulichen Veränderungen an der Brücke und ihrer Umgebung sowie detaillierte Informationen über ihre Renovierung. Zahlreiche historische Ansichten aus dem Stadtarchiv, skurrile Fakten, wie zum Beispiel über unterirdisch verlaufende Kanäle oder die Dokumentation verschiedener Hochwasserereignisse runden das Projekt ab.

Ein besonderes Augenmerk richtet sich auch auf den Architekten des Bauwerks, Max Laeuger. Er gestaltete nicht nur die Gönner-Anlage und die Wasserkunstanlage Paradies, sondern entwarf den Neubau der Fieser-Brücke in den Jahren 1927/28. Er erarbeitete weiter das städtebauliche Konzept für Architektur zwischen dem Palais Hamilton und der Einmündung in die Luisenstraße sowie die Promenade entlang der Oos zwischen der Fieser-Brücke und dem Hindenburgplatz. Im Vorbeigehen können sich Interessierte informieren und einen Flyer für zu Hause mitnehmen.

Informationen zur Baustelle

Die Brücke im Stadtzentrum war in einem schlechten Zustand und muss komplett erneuert werden. Eine Instandsetzung des bisherigen Überbaus wurde aufgrund der umfangreichen Schäden als nicht wirtschaftlich erachtet. Die Stadt entschied sich deshalb für einen Neubau mit einer Stahl-Beton-Konstruktion.

Die Baustelle liegt derzeit im Zeitplan. Die sich rasant ausbreitende Coronavirus-Pandemie könnte den Baufortschritt allerdings verlangsamen. Die Fertigstellung ist für Ende Juni 2021 geplant. Dazwischen gibt es Baupausen, so beispielsweise während des Heel-Laufs, des SWR3 New-Pop-Festivals und des Christkindelsmarkts. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 3.5 Millionen Euro.