Pressearchiv

3D-Drucker und selbst gefertigte Schutzmasken
(c) Louis-Lepoix-Schule

Louis-Lepoix-Schule: Schutzmasken aus dem 3-Drucker

Baden-Baden (27.03.2020). Die Louis-Lepoix-Schule (LLS) versucht mit ihren hauseigenen Mitteln einen Beitrag dazu leisten, Kliniken und Pflegedienste zu unterstützen. Mithilfe der schuleigenen 3D-Druckern werden Schutzmasken, sogenannte Face Shields, gefertigt.

3D-Drucker der Schule auf Hochtouren

Leere Klassenzimmer, leere Gänge. Aufgrund der Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus, bleibt die LLS weiterhin geschlossen. Der Unterricht ist aus den Klassenräumen verschwunden und findet digital statt. Schüler und Lehrkräfte arbeiten von zuhause aus. Mit einer Ausnahme: Aus der Druckwerkstatt tönt geschäftiger Lärm. Dort arbeiten die sechs 3D-Drucker der Schule auf Hochtouren, während eine Lehrkraft im Hintergrund geübt mit dem Lasercutter hantiert und im Eiltempo Folien zurechtschneidet.

Es handelt sich um Daniel Müller, Physik und Mathematiklehrer an der LLS, der die Idee für das laufende Projekt entwickelt hat: Schutzmasken, sogenannte Face Shields, aus den schuleigenen 3D-Druckern. Da viele Kliniken mit Lieferengpässen zu kämpfen haben und es an wichtigem Sicherheitsequipment fehlt, wie etwa dem Mundschutz oder Gesichtsmasken, hat sich die LLS an die Arbeit gemacht. Nach einem ersten Kontakt mit dem Ortenau Klinikum in Achern und einer Überprüfung der Sicherheitsstandards für die Schutzmasken, liefen die 3D-Drucker an.

Face Shields als professionelle Alternative

Mithilfe einer digitalen Vorlage wird am Computer die komplette Halterung für die Maske modelliert. Diese wird dann in den Drucker eingespeist und im additiven Verfahren gedruckt. Das Material hierfür ist PLA, ein gängiger Kunststoff. Anschließend müssen die passenden Folien zurechtgeschnitten und in den Halterungsring eingesetzt werden. So entsteht in kürzester Zeit eine voll einsatzfähige Schutzmaske, welche dem Klinikpersonal in der Intensivpflege und Notaufnahme als professionelle Alternative zur Verfügung gestellt werden kann.

Dementsprechend positiv fällt auch die Reaktion aus. Bereits 20 solcher Face Shields hat das Ortenau Klinikum in Auftrag gegeben. Weiterhin ist auch zur Herstellung dringend benötigter Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien der Einsatz der 3D-Drucker geplant. Die Suche nach Spendern für den Druckstoff läuft ebenfalls auf Hochtouren.