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Das Team vom Betriebsärztlichen Dienst des Klinikums Mittelbaden
(c) Klinikum Mittelbaden Das Team vom Betriebsärztlichen Dienst des Klinikums Mittelbaden Mitarbeiter betreut auch externe Einrichtungen.

Von der Feuerwehr bis zum Forstamt

Der betriebsärztliche Dienst des Klinikums Mittelbaden betreut nicht nur die eigenen Mitarbeiter

Baden-Baden (14.05.2020). „Das Schönste an unserem Beruf ist die Vielfältigkeit“ ist sich Dr. Susanne Hannich-Schneider, Leiterin des Betriebsärztlichen Dienstes im Klinikum Mittelbaden sicher. Die Basis und den Schwerpunkt bildet die gesundheitliche Versorgung der Mitarbeiter in den Krankenhäusern, Pflegeheimen oder dem Ambulanten Pflegedienst des Klinikums Mittelbaden.

In den vergangenen 30 Jahren - seit 1989 gibt es den betriebsärztlichen Dienst  - kamen die verschiedensten Sparten hinzu. „Wir betreuen neben dem Klinikum Mittelbaden zum Beispiel auch die Stadt Baden-Baden, von der Feuerwehr über die einzelnen Ämter bis hin zum Forstamt.

Klinikum betreut Kommunen, Gemeinden, Stadtwerke, Produktionsbetriebe, Banken und viele mehr

Zu unseren externen Kunden gehören neben der Stadt Bühl circa 15 weitere Kommunen und Gemeinden. Die Stadtwerke in  Ettlingen, Herrenalb, Baden-Baden und Rastatt, wie auch diverse Produktionsbetriebe, ein Verlag, eine Tierklinik und Banken zählen unter anderem ebenfalls dazu.

Dieser bunte Mix macht unseren Beruf so spannend und interessant“, berichtet die leitende Betriebsärztin. Die insgesamt acht Betriebsärzte teilen sich die unterschiedlichen Arbeitsfelder auf. „Wir achten darauf, dass jeder Betriebsarzt einen Teil der Kliniken und ein Pflegeheim des Klinikums sowie zusätzlich eine Kommune und externe Kunden betreut“.

Untersuchungen, Impfungen, Gespräche und Betreuung

Das Klinikum selbst benötigt die betriebsärztliche Betreuung in großem Umfang. „Da wir so viele Mitarbeiter haben und aufgrund der gesetzlichen Vorgabe, dass im Gesundheitswesen alle Mitarbeiter nach drei Jahren untersucht werden müssen, sind wir gefordert“, erläutert die Ärztin. Unter der Woche findet vormittags in der Praxis am Annaberg die Sprechstunde statt. „Wenn alle fünf Ärzte morgens von 8 bis 12 Uhr da sind, laufen schätzungsweise 40 Untersuchungen“.

Dazu zählen Untersuchungen, Impfungen und Gespräche sowie die Betreuung von Langzeiterkrankten. Durch die zunehmende Fluktuation der Arbeitskräfte sind die Erstuntersuchungen der neuen Mitarbeiter ebenfalls sehr zahlreich geworden. „Jeder Mitarbeiter, der neu angestellt wird, muss auch untersucht werden. Durch die häufigeren Wechsel beansprucht das mittlerweile deutlich mehr Arbeitszeit“, äußert die Medizinerin.

Mitarbeiter werden alle drei Jahre untersucht

Alle Mitarbeiter, die im medizinischen Bereich tätig sind, werden alle drei Jahren wieder durch die Betriebsärzte medizinisch untersucht und beraten. Den Mitarbeitern wird Blutdruck gemessen, Blut entnommen und eine ausführliche Impfberatung anhand des Impfpasses angeboten. „Wenn wir nicht wissen, ob und gegen was die Mitarbeiter geimpft sind, kontrollieren wir das über die Blutwerte“, beschreibt Fr. Dr. Hannich-Schneider das Vorgehen der Ärzte.

„Jeder Angestellte des Klinikums, der im klinischen Bereich tätig ist, wird auch auf Hepatitis und HIV getestet. Falls er sich mit HIV infiziert haben sollte und das nicht untersucht wurde, hat derjenige dann keinen Versicherungsschutz über die Berufsgenossenschaft. Natürlich muss das mündliche Einverständnis des Mitarbeiters gegeben sein, aber diese Untersuchungen haben sich im Laufe der Zeit fest etabliert“.

Einzugsradius von Forbach bis Rheinmünster

Am Nachmittag sind die Ärzte meistens unterwegs, um die externen „Kunden“ zu betreuen, die einen relativ großen Einzugsradius von Forbach bis Rheinmünster aufweisen. „Mit diesen Kunden haben wir Verträge, die die sogenannte Grundbetreuung regeln. Das bedeutet, es wird ausgehend von der Zahl der Mitarbeiter und der Art der Tätigkeit berechnet, wie oft der Betriebsarzt gebraucht wird. Daneben gibt es noch die betriebsspezifische Betreuung. Dies sind spezielle Untersuchungen und Beratungen, die je nach Gefährdung durch die durchgeführten Tätigkeiten notwendig sind und von uns angeboten werden“.