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Margret Mergen (Bildmitte) sitzt mit einer aus Eritrea stammenden Flüchtlingsfamilie auf der Couch. Von links Kathrin Warth, Alexandra Schickinger und Simon, Aman, Yonas, Delina, Fioni und Solomon Tesfagergis (von links).
Margret Mergen (Bildmitte) besuchte eine aus Eritrea stammende Flüchtlingsfamilie. Von links Kathrin Warth, Alexandra Schickinger und Simon, Aman, Yonas, Delina, Fioni und Solomon Tesfagergis (von links).

Margret Mergen besucht Flüchtlingsfamilie

Baden-Baden (28.07.2020). Oberbürgermeisterin Margret Mergen hat eine aus Eritrea stammende Familie besucht, um sich ein Bild über die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen in Baden-Baden zu machen. Familie Tesfagergis lebt seit Mai in einer eigenen Wohnung in Haueneberstein.

Endlich in den eigenen vier Wänden

Solomon Tesfagergis kam 2015 nach Deutschland. Im März 2019 folgte ihm seine Frau Fioni mit den vier gemeinsamen Kindern. Die Familie lebte zunächst in der Unterkunft in Haueneberstein. Dort wurde sie von der Flüchtlingssozialarbeit und dem Integrationsmanagement betreut. Die Kinder konnten zügig nach der Ankunft in Deutschland die Schule und den Kindergarten besuchen und lernten sehr schnell Deutsch. Der Vater arbeitet seit 2018 bei Mercedes und hat in der Zwischenzeit eine Festanstellung erhalten.

Im Gespräch mit Oberbürgermeisterin Mergen, der Sachgebietsleiterin „Soziale Betreuung und Integrationsmanagement“ Kathrin Warth und Mitarbeiterin Alexandra Schickinger berichtete die Familie über ihren Alltag und die Wohnungssuche. Es sei sehr schön endlich in den eigenen vier Wänden zu leben. Vor allem die Kinder würden sich sehr über ein eigenes Zimmer freuen. Die Wohnungssuche und der Umzug seien vor allem durch viel ehrenamtliche Unterstützung möglich geworden.

Appell an die Vermieter

Mergen lobte die Bemühungen der Familie und betonte, dass es vielen Flüchtlingen derzeit ähnlich ginge. Dabei richtete sie auch einen Appell an die Vermieter, den Wohnungssuchenden eine Chance zu geben. Zudem betonte sie die besondere Rolle der ehrenamtlichen Helfer. Durch Corona sei das ehrenamtliche Engagement etwas gebremst worden.

Jetzt könne es langsam wieder Fahrt aufnehmen und das städtische Integrationsmanagement suche weiterhin motivierte und engagierte Ehrenamtliche, um Flüchtlinge bei der Wohnungssuche und der Integration zu unterstützen. Abschließend überreichte sie der Familie noch ein kleines Geschenk. Darüber hinaus nutze die Oberbürgermeisterin die Gelegenheit zum Dank an die hervorragende Arbeit der Sozialarbeiter und Integrationsmanager.

Mieterqualifizierung in städtischen Flüchtlingsunterkünften

In den städtischen Flüchtlingsunterkünften leben immer noch über 800 Menschen, die zum großen Teil bereits berechtigt wären sich eine eigene Wohnung zu suchen. Vor allem für Familien mit Kindern ist es schwer eine Wohnung zu finden. Um die Chance zu verbessern, bietet die Stadt seit dem vergangenen Jahr eine Mieterqualifizierung in städtischen Flüchtlingsunterkünften an. Das Angebot unter dem Motto „Fit für die eigene Wohnung“ soll auch in diesem Jahr weitergeführt werden.