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Umwelttipp im Juli: Handys und Co. – viel zu schade für ex und hopp

Baden-Baden (15.07.2020). Der Markt für Handys und Smartphones, aber auch für andere elektronische Geräten ist groß. In kürzester Zeit werden immer wieder neue Modelle entwickelt. Was gestern noch aktuell war, ist heute schon veraltet. Gleichzeitig wächst der Berg an Elektro- und Elektronikschrott. Vieles davon landet in Entwicklungsländern, wo Umwelt und Menschen extrem belastet und vergiftet werden.

Große Belastung für die Umwelt

Dem Verbraucher ist oft nicht bewusst, wie viele Ressourcen in Handys und Computer stecken und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Ein Handy besteht aus bis zu 60 verschiedenen Materialien, davon 30 Metalle wie Kupfer, Gold, Silber, Lithium sowie Keramik und verschiedene Kunststoffe. Beim Abbau dieser Rohstoffe werden zusätzlich große Mengen Energie, Wasser und Landschaft verbraucht. Da der Abbau wertvoller Metalle teilweise in Krisengebieten stattfindet, kommt es dort oft zu schweren Menschenrechtsverletzungen.

Auch die Herstellung von Handys wird oft unter schlechten Arbeitsbedingungen in Schwellenländern durchgeführt. Mittlerweile versuchen Firmen, möglichst umweltschonende Handys herzustellen, indem sie transparente Lieferketten der Materialen aufbauen, Mineralien aus konfliktfreien, zertifizierten Minen verwenden und im Herstellungsprozess gute Arbeitsbedingungen und Umweltstandards gewährleisten.

Handys recyceln und Ressourcen sparen

Ein Mobilfunkgerät wird im Schnitt gerade mal zweieinhalb Jahre genutzt, bevor es im Müll oder der Schublade landet. 124 Millionen alte Handys verstauben schätzungsweise in unseren Schubladen und jedes Jahr kommen mehrere Millionen dazu.

Um die Folgen des oft gedankenlosen Konsums zu reduzieren, ist es wichtig Handys und andere Elektronikgeräte länger zu nutzen, alte Geräte zu verschenken oder zu verkaufen und defekte Geräte dem Recycling zuzuführen. Je länger ein Handy im Einsatz ist, desto mehr Ressourcen werden gespart, da die aufwendige Rohstoffgewinnung und die Herstellung wegfallen.

Kostenlose Sammelstellen

Die Stadt Baden-Baden beteiligt sich an der Sammelaktion „Handy-Aktion Baden-Württemberg“. Alte Mobilfunkgeräte können in den Bürgerbüros der Stadt, in den Ortsverwaltungen, beim Infozentrum der Stadtwerke oder bei der Abfallberatung in der Flugstraße 29 in Oos-West abgegeben werden. Aus Datenschutzgründen ist es wichtig vor der Abgabe SIM- und Speicherkarten zu entfernen und alle Daten auf dem Handy zu löschen. Die gesammelten Handys werden einem geordneten Recycling zugeführt.

Alle Elektro- und Elektronikgeräte können kostenlos bei der zentralen Sammelstelle auf der Deponie Tiefloch abgeben werden.

Öffnungszeiten Deponie Tiefloch

Montag - Donnerstag von 8 - 12 und 13 bis 16.15 Uhr
Freitag von 8 - 12 und 13 - 14.45 Uhr
Samstag von 8.15 - 12 Uhr

Für Fragen zum Thema stehen die städtischen Abfallberater unter Rufnummer 07221 93-28 28, -28 27 oder -28 26 bereit.