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(von links) Dr. Doris Wittneben Bereichsleiterin Zukunftsfelder und Innovation, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, Steffen Bilger, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Elke Zimmer, MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Margret Mergen, Oberbürgermeisterin der Stadt Baden-Baden und Stlv. Vorsitzende der Wirtschaftsregion Mittelbaden, Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe und Vorsitzender des Aufsichtsrats der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH.
(c) TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Dr. Doris Wittneben Bereichsleiterin Zukunftsfelder und Innovation, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, Steffen Bilger, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Elke Zimmer, MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Margret Mergen, Oberbürgermeisterin der Stadt Baden-Baden und Stlv. Vorsitzende der Wirtschaftsregion Mittelbaden, Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe und Vorsitzender des Aufsichtsrats der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH, Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH (von links).

Virtuelle Ausgabe der Regionalkonferenz Mobilitätswende

Blick auf den Verkehr der Zukunft

Baden-Baden (08.07.2021). Den Verkehrssektor nachhaltig gestalten – noch dazu in Zeiten einer Pandemie – ist das große Thema der Regionalkonferenz Mobilitätswende. Dieses gemeinsame Event von TechnologieRegion Karlsruhe und Metropolregion Rhein-Neckar findet jährlich abwechselnd in einer der beiden Regionen statt.

Am Mittwoch, 7. Juli, kam ein Teil der Mitwirkenden vor Ort in Baden-Baden zusammen. Darüber hinaus waren zahlreiche Referent*innen digital zugeschaltet. Per Livestream aus dem Kongresshaus Baden-Baden diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Frankreich, der Bundes- und Landespolitik sowie der kommunalen Ebenen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit Verwaltungs- und Verkehrsexpert*innen, ob Corona als Treiber der Mobilitätswende zu sehen ist oder ob die Umstellung des Verkehrs auf erneuerbare Energieträger durch diese Krise eher zurückgeworfen wurde.

Zukunft der Mobilität wird durch Klimaschutz und Digitalisierung bestimmt

In einer Keynote umschrieb zudem Bundestagsmitglied Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, die aus seiner Sicht bedeutendsten Leitplanken für die Zukunft der Mobilität: „Die Zukunft der Mobilität wird maßgeblich durch den Klimaschutz und die Digitalisierung bestimmt. Dabei setzen wir auf Technologieoffenheit, innovative Lösungen, Investitionen, einen guten gesetzlichen Rahmen und finanzielle Förderung. Klimaschutz und Digitalisierung sind nicht nur große Herausforderungen, sondern bieten zugleich die Chance, dass Deutschland in puncto innovative Technologien auch künftig seiner Vorreiterrolle gerecht wird.“

In einer Talkrunde mit Spitzenvertreterinnen und -vertretern aus den drei Regionen wurde deutlich, dass die ÖPNV-Nutzung durch Corona stark zurückgegangen, der Individualverkehr dafür aber fast auf das Niveau vor der Pandemie angestiegen ist. Moderatorin Isabel Gotovac (SWR) fragte deshalb: Wie bekommt man die Kund*innen wieder zurück in der ÖPNV? Oder muss der Fahrrad-Boom während der Pandemie zu mehr Flächen für diese Verkehrsform führen?

Knapp 500 angemeldete Teilnehmer

Dr. Frank Mentrup, Aufsichtsratsvorsitzender der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH und Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe betonte in seinen Ausführungen: „Wir müssen die Wünsche der Generation Z bei der Ausgestaltung unseres zukünftigen Verkehrs unbedingt berücksichtigen. Die heutigen Jugendlichen müssen schließlich in 60 Jahren mit diesen Entscheidungen leben. Um unsere Mobilität enkeltauglich zu machen, sollten Kommunen nicht nur diverse Aspekte des Klimaschutzes berücksichtigen, sondern auch digitale Zukunftstechnologien miteinbeziehen.“

Die Teilnehmer*innen der Regionalkonferenz Mobilitätswende – knapp 500 hatten sich angemeldet – bekamen also bereits am ersten Morgen viel Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen wie das neue Klimagesetz und seine Auswirkungen oder den Fortschritt des Infrastrukturausbaus zu informieren. Dabei kam auch von einem Jugendforum interessanter Input, in dem die Diskutant*innen klare Forderungen an die Politik formulierten, etwa besseren öffentlichen Nahverkehr, weniger CO2-Ausstoß und mehr Raum für Fahrräder.

Mobilitätswende trotz aller Schwierigkeiten vorangetrieben

„In der Metropolregion Rhein-Neckar konnten wir die Mobilitätswende trotz aller Schwierigkeiten während der Corona-Pandemie weiter vorantreiben. Zahlreiche Aktivitäten zur intelligenten Verkehrssteuerung und Verkehrsvermeidung sind gestartet“, erklärte Christian Specht, Vorsitzender des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar und Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim. „Unser On-Demand-Shuttle und die neu beschafften Fahrzeuge zur Dekarbonisierung des ÖPNV setzen ebenso auf Innovationen der digitalen, intermodalen und klimafreundlichen Mobilität wie unser Joint Venture ‚sMArt City Mannheim‘ und die regionalen Aktivitäten im Bereich Wasserstoff. Zudem wird die Digitalisierung des ÖPNV die Entwicklungen der Branche und die Nutzbarkeit für die Fahrgäste weiter nachhaltig verändern und vereinfachen.“

„Future Mobility Award 2021“

Steffen Bilger (links) und Dr. Frank Mentrup überreichen auf der virtuellen Regionalkonferenz Mobilitätswende den Preis des „Future Mobility Award 2021“ an Dr. Isabelle Garzorz vom Start-up cogniBIT. Links oben schwebt h-aero, ein Elektroflugzeug des Baden-Badener Start-ups Hybrid-Airplane. Bild vergrößern
(c) TechnologieRegion Karlsruhe GmbH Steffen Bilger (links) und Dr. Frank Mentrup überreichen auf der virtuellen Regionalkonferenz Mobilitätswende den Preis des „Future Mobility Award 2021“ an Dr. Isabelle Garzorz vom Start-up cogniBIT. Links oben schwebt h-aero, ein Elektroflugzeug des Baden-Badener Start-ups Hybrid-Airplane.

Ein weiteres gutes Beispiel für smarte Technologie bietet das Start-up cogniBIT, das im Rahmen der Veranstaltung mit dem „Future Mobility Award 2021“ ausgezeichnet wurde. Seine Algorithmen machen die Interaktion von autonom fahrenden Autos mit Menschen sicherer. Einen Sonderpreis für gesellschaftliche Relevanz erhielt außerdem das Ettlinger Start-up Routago für die weltweit erste barrierefreie Fußgänger-Navigation.

„Wir sind stolz, dass wir mit dieser Ausgabe der Regionalkonferenz Mobilitätswende erneut einen so hochkarätigen Erfahrungsaustausch von Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft ermöglichen können. Nicht nur die Regionen zu vernetzen, sondern auch den Dialog zwischen Jugend und Entscheidungsträgern zu fördern, ist uns ein wichtiges Anliegen“, sagte Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH.

Weitere Informationen

Zum virtuellen Netzwerken laden die Breakout-Sessions in der Mittagspause ein, am Nachmittag beschäftigen sich ein Impulsreferat von Dr. Wolfgang Schade, Geschäftsführer der M-FIVE GmbH und ein Talk mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die
Mobilität.

Am Donnerstag, 8. Juli, geht die Regionalkonferenz Mobilitätswende dann in die zweite Runde, die genauso vielfältig und spannend zu werden verspricht wie der heutige Aufschlag. Das Programm gibt es unter www.trk.de/regionalkonferenz.