Stadtmuseum Baden-Baden

Stadtmuseum mit VorplatzBild vergrößern

Hinweis

Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung bitten wir für den Besuch des Stadtmuseums Folgendes zu beachten:

• Es besteht die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Maske und zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.
• Die Kontaktdaten werden erfasst.

Wer sich für die Geschichte Baden-Badens interessiert, sollte unbedingt einen Besuch im Stadtmuseum Baden-Baden im „Alleehaus“ in der Lichtentaler Allee einplanen. Zahlreiche Exponate vermitteln einen lebendigen Eindruck von den wichtigen und stadtbildprägenden Epochen der Kur- und Bäderstadt an der Oos.

Schwerpunkte bilden das Baden und Kuren durch die Jahrhunderte sowie die Blütezeit als mondänes Weltbad im 19. Jahrhundert. In einem gläsernen Pavillon sind Statuen und weitere Bildhauerarbeiten von der Römerzeit bis zur Neuzeit zu sehen, darunter auch die spätgotischen Portalfiguren der Stiftskirche.

Das Erdgeschoss des Stadtmuseums. In der Mitte des Raumes stehen Ausstellungsstücke (Vasen).
Drei Glasvitrinen mit Porzellanschalen aus der Römerzeit. Im Hintergrund eine römische Rüstung.
Ein langer Gang im Obergeschoss. An der Wand hängt ein Plakat "Residenz der Markgrafen, ein Zeitstrahl stellt die verschiedenen Abschnitte der Geschichte dar.
Drei Glasvitrinen mit Ausstellungsstücken

2.000 Jahre Bade- und Kurtradition

Vom römischen Heilbad über die Residenzstadt der Markgrafschaft Baden bis zur Sommerhauptstadt Europas: Die ständige stadtgeschichtliche Ausstellung bietet einen Überblick über die 2.000-jährige Tradition Baden-Badens als Bade- und Kurort. Die heilkräftigen Thermalquellen bildeten seit römischer Zeit die Grundlage für die Entwicklung der Stadt. Im 19. Jahrhundert avancierte Baden-Baden zum mondänen Weltbad. Viele berühmte Persönlichkeiten suchten hier Zerstreuung oder das Glück am Spieltisch.

Die Geschichte des Stadtmuseums Baden-Baden

Dort, wo heute das sogenannte Alleehaus, das das Stadtmuseum Baden-Baden beherbergt, steht, lag einst ein Gutshof der Markgrafen von Baden, 1480 erstmals erwähnt. Das Gebäude erhielt im 19. Jahrhundert sein jetziges Aussehen. Die private Scherer-Stiftung erwarb die Jugendstilvilla 2002, um sie der Stadt als Domizil für das Museum zur Verfügung zu stellen.

Eintrittspreise

Erwachsene: 5 EUR
Kinder bis 6 Jahre: frei
Kinder ab 7 Jahre, Schüler, Studenten: 3 EUR
Familien: 9 EUR
ermäßigt: 4 EUR
Schulklassen: 20 EUR
Gruppen (10-20 Personen): 40 EUR
 
Führungsgebühr für Gruppen (zzgl. Eintritt):
 
Di. - Fr. während der Öffnungszeiten: 40 EUR
außerhalb der Öffnungszeiten: 50 EUR
Sa, So während der Öffnungszeiten: 50 EUR


Aktuelle Sonderausstellungen

Hinterglasmalerei eine Vase mit BlumenBild vergrößern
Thilo Westermann, „Souvenir de Baden-Baden“, 2020, Hinterglasmalerei

SOUVENIR DE BADEN-BADEN - THILO WESTERMANN
14. Juli – 31. Oktober 2021

Die Ausstellung „Souvenir de Baden-Baden“ bildet die Auftaktveranstaltung einer Reihe von Ausstellungen, in denen der ehemalige Baldreit-Stipendiat (2020) Thilo Westermann seine künstlerisch-praktische wie theoretische Auseinandersetzung mit der Biografie der Großherzogin von Baden, Stéphanie de Beauharnais (1789–1860), erstmals einem Publikum präsentiert.

Neben Hinterglasbildern, Fotomontagen und Zeichnungen wird eine Auswahl der Briefe gezeigt, die der Künstler seit einigen Jahren an die Großherzogin verfasst. Obgleich Westermann im Hier und Jetzt schreibt und um Stéphanies Tod weiß, entspinnt sich in seiner „Correspondance avec Stéphanie“ eine lebendige Auseinandersetzung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Was sagt unser Handeln und Denken über uns selbst aus, wenn wir uns in eine berühmte oder historische Figur vertiefen? Welche Eigenschaften, Meinungen und Gefühle projizieren wir in einen Menschen hinein, den wir nie persönlich kennengelernt haben? Wo verschwimmt die objektive Faktenlage mit persönlichen Mythologien und mit welchen vorgegebenen Narrativen und Wertvorstellungen identifizieren wir uns selbst?

Der Titel der Ausstellung „Souvenir de Baden-Baden“ rekurriert auf Westermanns persönliche Erinnerungen an Baden-Baden, zugleich ist er jedoch auch der Name einer Rosenneuzüchtung. Diese schmückt seit 2008 die Gönneranlage sowie den Rosenneuheitengarten in Baden-Baden und wird die Bilder und Texte der Ausstellung im Sommer somit nach draußen ins Freie tragen.

Eine Hand erstellt aus vielen kleinen Punkten ein Bild einer FrauBild vergrößern
Thilo Westermann, Werkprozess

„Gurs 1940 – Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“
24. April - 24. Oktober 2021

Deportation von Jüdinnen und Juden nach Gurs. Menschen werden auf Traktoren fortgefahren. An einem Bach stehen Menschen und beobachten die Situation.Bild vergrößern
(c) Stadtmuseum/-archiv Deportation von Jüdinnen und Juden nach Gurs.

Die von der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz gestaltete Ausstellung „Gurs 1940“ thematisiert die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Südwestdeutschland nach Südfrankreich vor 80 Jahren. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Weitere Informationen finden sich auf www.gurs1940.de.

Am Morgen des 22. Oktober 1940 erschienen auch in Baden-Baden Polizisten und Gestapoleute an den Wohnungstüren der jüdischen Mitbürger/innen und forderten sie auf, innerhalb einer Stunde ihre Koffer zu packen. Wohin die Reise gehen sollte, blieb unklar.

Auf der von den Nationalsozialisten erstellten offiziellen Liste der aus Baden-Baden nach Gurs deportierten Jüdinnen und Juden sind die Namen von 116 Frauen, Männern und Kindern verzeichnet. Ihr Schicksal und ihre Lebenswege zeichnet der lokale Teil der Ausstellung nach.

Mit Beginn der Ausstellung wird das Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus in Baden-Baden online gehen. Es soll den Opfern Namen und Identität und damit wenigstens einen Teil der Würde zurückgeben, die ihnen die Nationalsozialisten systematisch entzogen haben.

Verbunden mit dem Start des Gedenkbuchs ist die Aufforderung an die Öffentlichkeit bei weiteren Recherchen zu helfen, Biografien zu ergänzen, gegebenenfalls zu korrigieren, und neue hinzuzufügen. Das Baden-Badener Gedenkbuch soll nicht statisch sein, sondern kontinuierlich fortgeschrieben werden.

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