Stadtmuseum Baden-Baden

Außenansicht StadtmuseumBild vergrößern

Hinweis

Der Besuch des Stadtmuseums ist bis einschließlich Sonntag, 17. Mai, kostenfrei.

Wer sich für die Geschichte Baden-Badens interessiert, sollte unbedingt einen Besuch im Stadtmuseum Baden-Baden im „Alleehaus“ in der Lichtentaler Allee einplanen. Zahlreiche Exponate vermitteln einen lebendigen Eindruck von den wichtigen und stadtbildprägenden Epochen der Kur- und Bäderstadt an der Oos.

Schwerpunkte bilden das Baden und Kuren durch die Jahrhunderte sowie die Blütezeit als mondänes Weltbad im 19. Jahrhundert. In einem gläsernen Pavillon sind Statuen und weitere Bildhauerarbeiten von der Römerzeit bis zur Neuzeit zu sehen, darunter auch die spätgotischen Portalfiguren der Stiftskirche.

Das Erdgeschoss des Stadtmuseums. In der Mitte des Raumes stehen Ausstellungsstücke (Vasen).
Drei Glasvitrinen mit Porzellanschalen aus der Römerzeit. Im Hintergrund eine römische Rüstung.
Ein langer Gang im Obergeschoss. An der Wand hängt ein Plakat "Residenz der Markgrafen, ein Zeitstrahl stellt die verschiedenen Abschnitte der Geschichte dar.
Drei Glasvitrinen mit Ausstellungsstücken

2.000 Jahre Bade- und Kurtradition

Vom römischen Heilbad über die Residenzstadt der Markgrafschaft Baden bis zur Sommerhauptstadt Europas: Die ständige stadtgeschichtliche Ausstellung bietet einen Überblick über die 2.000-jährige Tradition Baden-Badens als Bade- und Kurort. Die heilkräftigen Thermalquellen bildeten seit römischer Zeit die Grundlage für die Entwicklung der Stadt. Im 19. Jahrhundert avancierte Baden-Baden zum mondänen Weltbad. Viele berühmte Persönlichkeiten suchten hier Zerstreuung oder das Glück am Spieltisch.

Die Geschichte des Stadtmuseums Baden-Baden

Dort, wo heute das sogenannte Alleehaus, das das Stadtmuseum Baden-Baden beherbergt, steht, lag einst ein Gutshof der Markgrafen von Baden, 1480 erstmals erwähnt. Das Gebäude erhielt im 19. Jahrhundert sein jetziges Aussehen. Die private Scherer-Stiftung erwarb die Jugendstilvilla 2002, um sie der Stadt als Domizil für das Museum zur Verfügung zu stellen.

Eintrittspreise

Erwachsene: 7 EUR
Kinder bis 6 Jahre: frei
Kinder ab 7 Jahre, Schüler, Studenten: 3 EUR
Familien: 11 EUR
ermäßigt: 5 EUR
Schulklassen: frei
Gruppen (10-20 Personen): 40 EUR

Das Ticket dient auch als Eintrittskarte in die Ausstellung der Staatlichen Kunsthalle und dem Museum LA8.
 
Führungsgebühr für Gruppen (zzgl. Eintritt):
 
Di. - Fr. während der Öffnungszeiten: 40 EUR
außerhalb der Öffnungszeiten: 50 EUR
Sa, So während der Öffnungszeiten: 50 EUR


Sonderausstellung

Badewanne mit Wasser gefüllt. Links daneben steht: "Körper. Blicke. Macht. Eine Kulturgeschichte des Badens; 7. März - 21. Juni 2020; Eröffnung: Freitag, 6. März 2020, 19 Uhr; Staatliche Kunsthalle Baden-Baden in Kooperation mit dem Stadtmuseum Baden-Baden und dem Museum Mucem, Marseille"Bild vergrößern

Körper. Blicke. Macht. Eine Kulturgeschichte des Bades
7. März bis 21. Juni 2020

Die Räume des Dachgeschosses und eine aufwändige Virtual-Reality-Installation im Stadtmuseum Baden-Baden sind Teil der umfangreichen thematischen Gruppenausstellung „Körper. Blicke. Macht. Eine Kulturgeschichte des Bades“. Sie wird von der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden gemeinsam mit dem französischen Museum Mucem (Marseille) und dem Stadtmuseum an insgesamt sieben Orten der Kurstadt durchgeführt.

​Die Ausstellungssektion im Stadtmuseum beginnt mit einer Installation die im Anbau des Gebäudes gezeigt wird. Sie besteht aus einer Holzkonstruktion, in deren Zentrum sich ein Becken befindet, das mit Plastikbällen gefüllt ist. Die Besucher sind eingeladen, sich in dieses Bällebad zu setzen, um mittels eine Virtual-Reality-Brille in einen interaktiven Raum einzutauchen.

Im Dachgeschoss des Museums wird das Ausstellungsthema anhand des Motivs des Swimmingpools umkreist. Am Anfang steht eine Gruppe von Fotografien besonderer Schwimmbäder, die exemplarisch – Bild für Bild – eine Geschichte des Pools rekonstruiert. Im Zentrum stehen ausgewählte Geschichten, die dem Baden einige unerwartete und politisch relevante Facetten abgewinnen.

Die Zusammenstellung der Exponate basiert auf unterschiedlichen Themenkomplexen und Motiven. Eines davon ist das Verhältnis von Baden und Krieg. Die Auseinandersetzung erstreckt sich von Bildern der US-amerikanischen Armee über Fotografien der Experimente im Konzentrationslager Dachau bis zu einem Badeskandal um den damaligen Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping.

Im letzten Raum der Ausstellung wird der berührende Film „Army of Love“ gezeigt. Er wirft eine weitere Grundfrage der Ausstellung auf: Was wollen wir? Was begehren wir?