Geburt in öffentlicher oder privater Klinik oder Einrichtung dem Standesamt melden

Sie haben Ihr Kind in einem Krankenhaus oder in einer anderen Einrichtung, in der Geburtshilfe geleistet wird, bekommen? Dann meldet der Träger der Einrichtung die Geburt direkt beim Standesamt.

Hinweis: Die Eltern und andere Personen, die bei der Geburt dabei waren oder von der Geburt wissen, haben auch das Recht, die Geburt anzuzeigen. Sie sind außerdem zu allen Angaben verpflichtet, die das Krankenhaus nicht machen kann.

Geburtsanzeige bei einer Hausgeburt

Bei Hausgeburten melden Sie die Geburt mit den unten genannten Unterlagen beim Standesamt. Dabei müssen Sie eine Bescheinigung der Hebamme oder des Arztes über die Geburt vorlegen.

Verfahrensablauf

Sie müssen dem Krankenhaus die zur Anzeige der Geburt beim Standesamt erforderlichen Unterlagen aushändigen.

Nach der Beurkundung der Geburt erhalten Sie, soweit die Namen des Kindes bereits feststehen, eine Geburtsurkunde, ansonsten eine Geburtsbescheinigung.

Fristen

innerhalb einer Woche nach der Geburt

Hinweis: Stehen Vornamen oder Familienname des Kindes bei der Anzeige der Geburt noch nicht fest, müssen Sie sie dem Standesamt innerhalb eines Monats nachmelden.

Erforderliche Unterlagen

Bitte geben Sie folgende Unterlagen im Krankenhaus zur Weiterleitung an das Standesamt ab bzw. legen Sie im Standesamt vor:

  • Personalausweise oder Reisepässe als Nachweis der Identität und der Staatsangehörigkeit
  • Wenn die Eltern verheiratet sind: das Stammbuch mit
    - beglaubigter Abschrift des Familienbuches (bei Eheschließungen bis 31.12.2008) oder
    - beglaubigtem Ausdruck aus dem Eheregister (bei Eheschließungen ab 1.1.2009) oder
    - falls im Ausland geheiratet: Heiratsurkunde und Geburtsurkunden beider Elternteile

Gegebenenfalls sind weitere Unterlagen nötig, zum Beispiel in folgenden Fällen:

  • Wenn die Mutter bisher nicht verheiratet war:
    - ihre Geburtsurkunde
  • Wenn die Mutter geschieden oder verwitwet ist: 
    - eine beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch oder Ausdruck aus dem Eheregister der letzten Ehe mit Vermerk über Scheidung oder Tod
  • Wenn die Mutter nicht verheiratet ist und der Vater eingetragen werden soll (Vaterschaft bereits anerkannt oder Anerkennung beabsichtigt):
    - zusätzlich seine Geburtsurkunde oder Abschrift aus dem Familienbuch seiner Eltern
    - bei einem Vater, der verheiratet ist oder war, eine Abschrift aus dem Familienbuch seiner Ehe
  • Bei nicht miteinander verheirateten Eltern zusätzlich:
    - alle vor der Geburt des Kindes abgegebenen Erklärungen.

Kosten

Die Beurkundung der Geburt ist kostenlos.

Sie erhalten einmalig kostenlos drei Geburtsurkunden für die Beantragung des Elterngeldes, des Kindergeldes und des Mutterschaftsgeldes.

Jede weitere Geburtsurkunde, beispielsweise für das Familienstammbuch oder für religiöse Zwecke, kostet 12,00 Euro.

Je Namenserteilung/Einwilligung/Zustimmung 20 Euro.

Hinweis

Sie können die Vaterschaft (Mutterschaft) bereits vor der Geburt Ihres Kindes anerkennen. Ebenso sind Sorgeerklärungen (beim Jugendamt) und Namenserteilungen sowie die notwendigen Einwilligungen / Zustimmungen vor der Geburt möglich.

Ausländische Urkunden müssen Sie als Original mit deutscher Übersetzung durch einen beeidigten Urkundenübersetzer vorlegen.

Beeidigte Urkundenübersetzer und Dolmetscher