Wohnraum für Asylsuchende

Zwei Straßenschilder. 1. Schild: Ein großer und ein kleiner Mensch laufen, darunter steht Asyl. 2. Schild: In einem Kreis aus Sternen steht EU.Bild vergrößern
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Aufgrund der weltweiten politischen und wirtschaftlichen Krisen steigt die Anzahl der von der Bundesrepublik Deutschland aufzunehmenden Flüchtlinge seit dem Jahr 2013 deutlich an. Das Bundesland Baden-Württemberg muss 12,97 % der bundesweiten Zugänge aufnehmen. Überwiegend über die Landeserstaufnahmestellen Karlsruhe und Mannheim gehen hiervon derzeit 0,51 % der Stadt Baden-Baden zu.

Zu Beginn des Jahres 2014 lebten in Baden-Baden rund 200 Flüchtlinge im laufenden Asylverfahren oder in der Anschlussunterbringung. Es erfolgten im Laufe des Jahres 157 Zugänge bei lediglich zwei Abgängen.

Zum Ende des Jahres 2014 befanden sich circa 355 Personen im laufenden Asylverfahren, als Folgeantragsteller oder in der Anschlussunterbringung in Unterkünften der Stadt. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2015 erhöhte sich diese Zahl um 98 Personen bei 9 Abgängen.

Derzeit leben in den städtischen Wohnheimen 875 Flüchtlinge, zwei Drittel davon sind männlich. 245 Personen haben Arbeit, rund 230 Personen erhalten Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und rund 400 Personen erhalten Hilfen über das Jobcenter. Nicht wenige besuchen Deutschkurse in der Volkshochschule oder haben diese samt Integrationskurs bereits abgeschlossen. Anteilmäßig kommen die meisten Flüchtlinge mit 165 Personen aus Syrien, 142 aus Nigeria und 109 aus dem Irak.

Informationen zu der Unterbringung finden Sie in dem Dokument "Flüchtlingssituation in Baden-Baden (Stand 15. Januar 2018)".

Qualifizierte Flüchtlingssozialarbeit

Für alle Unterkünfte ist ab Belegungsbeginn eine ausreichende Betreuung mit qualifizierter Flüchtlingssozialarbeit und Hausmeisterservice vorgesehen. Das ist für eine ordnungsgemäße und sichere Unterbringung sowie die damit verbundene Akzeptanz in der Bevölkerung unumgänglich.

In allen bestehenden und geplanten Unterkünften sind beziehungsweise werden Sozialräume vorhanden sein, in denen Sprach-, Integrations- und Beschäftigungsprojekte angeboten werden. Es werden dort auch Orte der Begegnung mit ehrenamtlichen Begleitern und Helfern entstehen.

Sachgebiet Flüchtlingssozialarbeit

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sachgebiets Flüchtlingssozialarbeit nehmen die sozialen Betreuungs- und Beratungsaufgaben nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz direkt vor Ort in den Unterkünften der Stadt Baden-Baden wahr.

Die Beratung und Betreuung umfasst Alltagsthemen wie Kindergarten und Schule, Beruf und Ausbildung, Umgang mit Behörden und Institutionen, Sozialleistungen sowie Fragestellungen zu den Themen Aufenthaltsrecht, Gesundheit und Sprachangebote.

Dabei zielt die Arbeit des Sachgebiets immer auf „Hilfe zur Selbsthilfe“ ab.